Bücher schreiben – 12 entscheidende Zutaten!

Bücher schreiben – möchtest du das auch gerne? Ist dafür jedoch in deinem Alltag kein Platz? Oder weißt du nicht genau, wie das eigentlich geht?

Dein eigenes Buch schreiben – manchmal scheint dieser Traum schwer erreichbar zu sein. Doch so unterschiedlich das Schreiben für jeden Einzelnen auch sein mag, es gibt sie: Die entscheidenden Zutaten, um deinen Plan vom eigenen Buch erfolgreich in die Tat umzusetzen.

Bücher schreiben  – 12 entscheidende Zutaten im praktischen Überblick (PDF)

Vor dem Bücher-Schreiben

Zutat 1: Ehrlichkeit

Zeit

Um ein Buch zu schreiben, brauchst du Zeit. Natürlich kanst du auch in 30 Tagen ganz schöne viele Seiten zusammenbekommen, indem du zehn Seiten pro Tag schreibst. Wenn dir das gelingt, hast du jedoch vermutlich schon zuvor viel Zeit in dein Schreiben investiert.

Oder das Ergebnis ist schlecht.

Mach dir also nichts vor: Analysiere deinen Alltag, spüre deine Möglichkeiten auf für mehr Zeit zum Schreiben. Und setze eine Erkenntnisse um. Dabei helfen die richtigen Tipps zum Zeitmanagement für Autoren. So wird es dir gelingen, Schreiben und Leben miteinander zu vereinen.

Erwartungen

Ehrlich zu sich selbst zu sein bedeutet auch, sich die eigenen Erwartungen einzugestehen. Möchtest du nur für dich schreiben? Oder für deine Freunde und deine Familie? Oder träumst du insgeheim davon, mit deinem Buch einen Bestseller zu landen?

Deine Hoffnungen und Erwartungen sind vollkommen in Ordnung. Wichtig ist nur, dass du dir ihrer bewusst wirst.

Solltest du feststellen, dass es dir ausschließlich um Ruhm und Ehre geht, ist es wohl keine gute Idee mit dem eigenen Buch.

Ehrlich zu sich selbst zu sein bedeutet nämlich auch, die eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen.

Ein richtig gutes Buch mit Bestseller-Potential zu schreiben, ist jedenfalls kein einfaches Unterfangen. Dass daraus dann auch tatsächlich ein Bestseller wird, hängt zudem von vielen, teils schwer zu beeinflussenden Faktoren ab.

Schätze deine zeitlichen Resourcen, deiner Erwartungen und deine Erfolgsaussichten ehrlich ein. Hast du nun immer noch Lust ein Buch zu schreiben? Dann auf zur nächsten Zutat!

Zutat 2: Klarheit

Welche Art Buch möchtest du schreiben?

Es gibt Grundprinzipien beim Bücherschreiben, die für die unterschiedlichsten Bereiche gelten. Dennoch solltest du wissen, was für ein Buch du schreiben möchtest.

Soll es ein Sachbuch sein, ein literarisches Werk oder Autobiographie?

Mach dir bei einem Sachbuch möglichst frühzeitig klar, wer deine Zielgruppe ist. Wenn dein Buch ein Roman werden soll, informiere dich über die unterschiedlichen Genres.

Was möchtest du eigentlich schreiben?

Du kannst mit dem Schreiben bereits anfangen, bevor du mit deinem Buch beginnst. Das solltest du sogar tun! Denn nur, wenn du dich regelmäßig darin übst, entwickelst du dich als Autor weiter.

Dein regelmäßiges Schreiben kannst du wunderbar nutzen, um auf Themensuche zu gehen.

Schreib doch einfach mal darauf los ohne zu viel nachzudenken und sei gespannt darauf, was passiert. Mach das Schreiben schon in dieser Findungsphase zu einem wichtigen Teil deines Lebens.

So wird es dir später leichter fallen, dein Buchprojekt durchzuziehen.

Zutat 3: Zielsetzung

Fokus

Ist dir klar, was für eine Art Buch du schreiben möchtest? Dann ist es an der Zeit, ein konkretes Projekt zu definieren. Damit weißt du, worauf genau du hinschreibst.

Fokussiert schreiben – so machst du dich jeden Tag an die Arbeit, ohne das ganze Vorhaben jedes Mal von Neuem zu hinterfragen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du schon während des Schreibens die Quintessenz deines Buches kennen musst. Doch je klarer dir dein Vorhaben ist, um so besser wirst du dich fokussieren.

Mögliche Ziele

Dein Ziel kann je nach Art des Buchs ganz unterschiedlich sein.

  • Wenn du ein Sachbuch schreibst, möchtest du vielleicht einen bestimmten Themenbereich anschaulich darstellen oder einen hilfreichen Ratgeber verfassen.
  • Wenn du deine Autobiographie schreibst, geht es dir darum, einen bestimmten Teil deines Lebens oder deiner gesamten bisherigen Laufbahn zu erschließen.
  • Wenn du einen Roman schreibst, versuchst du vielleicht eine bestimmte Perspektive auf die Welt oder die Gesellschaft erlebbar zu machen, oder eine bestimmte Ansicht vermitteln willst.

Überlege dir auch, wozu du eigentlich schreiben möchtest. Was ist deine Schreibmotivation? Geht es dir um äußere Erfolge oder um dein persönliches Wachstum? So wird dir das Schreiben später viel leichter fallen!

Flexibilität

Ein klarer Fokus beim Schreiben hilft. Das bedeutet jedoch nicht, dass du dein Ziel in Stein meiseln sollst. Vielmehr ist es wichtig, flexibel zu bleiben und auf deine innere Stimme zu hören.

Die Zielgruppe deines Sachbuchs kann sich während des Schreibens verändern. Vielleicht wird dir dabei erst klar, für wen du eigentlich schreiben willst.

Auch die Vorstellung davon, worum es in deinem Roman geht, sollte während des Schreibens klarer werden. Reicht zu Beginn als Ziel aus, eine bestimmte Perspektive auf die Welt zu erschreiben, sollte sich dies im weiteren Verlauf immer mehr konkretisieren.

Mit der Festlegung auf ein Ziel hast du beim Schreiben einen Kompass, der dich auf deinem Weg voran bringt. Zugleich kannst du dich immerzu neu ausrichten, wenn dies nötig werden sollte.

Mit dem Schreiben beginnen

Zutat 4: Inspiration

Reise in dein Inneres

Ein Buch schreiben ist immer auch eine Reise in das eigene Innere. Beim Verfassen eines Romans oder einer Autobiografie ist dies im besonderen Maße der Fall. Doch auch beim Schreiben eines Sachbuchs setzt du dich damit auseinander, welchen ganz eigenen Blick du auf dein Thema wirfst.

Dennoch – auch wenn dein Buch etwas möglichst Eigenes sein sollte, bedeutet das nicht, dass du alles allein aus dir heraus schöpfen musst.

Das Gegenteil ist der Fall.

Je nach Projekt gibt es immerzu eine ganze Reihe an Einflüssen, die dein Schreiben bereichern.

Inspirationsquellen

Was sind sinnvolle Lesetipps für Autoren?

Wenn du dein Leben zu Papier bringen möchtest, lies die Autobiografien von interessanten Persönlichkeiten und lass dich von ihrem Schreibstil und dem Aufbau ihrer Lebenserinnerungen inspirieren.

Oder lies Bücher aus dem Gerne, das du bedienen möchtest. Möchtest du zum Beispiel einen Fantasyroman schreiben, so lies die Fantasyromane, die dich begeistern. Versuche dabei nicht den Stil anderer Autoren zu kopieren. Das, was du für dein eigenes Schreiben brauchst, wirst du ohnehin in dich aufsaugen. Lass dich überraschen, wie deine Lektüren in deine eigenen Projekte einfließen werden.

Du kannst auch mit einfachen Tricks deine Fantasie anregen -zum Beispiel durch Medien als Inspiration zum Schreiben – und so auf gute Ideen kommen!

Auszeiten

Inspiration bedeutet keinesfalls immerzu neuer Input. Die besten Ideen kommen uns häufig, wenn wir die Seele baumeln lassen, Spaziergänge machen, Sport treiben oder musizieren.

Wenn du dich wirklich regelmäßig mit deinem Buchprojekt beschäftigst, wirst du feststellen, wie es in dir weiterarbeitet, auch wenn du gerade nicht bewusst dabei bist. Häufig bahnen sich die interessantesten Assoziationen, überraschenden Verbindungen und einleuchtenden Zusammenhänge im Unbewussten an.

Regelmäßige Auszeiten, in denen du deine Gedanken schweifen lassen kannst, sind somit die beste Inspiration für dein Projekt! Und hast du schonmal versucht sie mit achtsamem Schreiben zu kombinieren? Oder mit einer Schreibreise?

Zutat 5: Selbsterkenntnis

Der eigene Schreibtyp

Beim Romanschreiben wird diese Diskussion besonders emotional geführt: Sollte man vor dem eigentlichen Schreiben einen detailierten Plan ausarbeiten oder einfach loslegen? Doch auch bei einem Sachbuch oder deiner Autobiografie musst du entscheiden, ob du dir zuerst ein ausführliches Konzept machst oder eher assoziativ vorgehst.

Es gibt dabei keinesfalls bloß zwei Möglichkeiten. Alles festlegen und dann erst schreiben oder sich vom Schreibflow treiben lassen? Die Wahrheit liegt fast immer dazwischen.

Je nachdem, welcher Schreibtyp du bist, empfehlen sich unterschiedliche Vorgehensweisen.

  • Eine detailierte Vorausplanung gibt Sicherheit. So kannst du kontrollieren, das sich das Projekt in die von dir gewünschte Richtung entwickelt.
  • Andererseits können zu enge Strukturen dein Schreiben blockieren oder sogar den kreativen Prozess zum Erliegen bringen.

Probier unterschiedliche Vorgehensweisen aus und finde heraus, welche dir am besten liegt!

Der richtige Schreibort

Es ist nicht egal, wo du schreibst. Je nachdem, was für ein Schreibtyp du bist, können unterschiedliche Schreiborte deine Kreativität beflügeln.

Viele schreiben am liebsten in den eigenen vier Wänden hinter verschlossener Tür. Manche brauchen jedoch auch einen gewissen Trubel um sich herum, etwa ein belebtes Café. Sie finden erst im Zentrum des Sturms zur Ruhe.

Der geeignete Schreibort bleibt während eines Projekts nicht unbedingt immer der gleiche. Wenn du feststeckst, kann es hilfreich sein, sich an besondere Orte zu bewegen, um auf neue Gedanken zu kommen. Je nach Schreibphase bieten sich dabei unterschiedliche Möglichkeiten an.

Zutat 6: Startimpuls

Lieber jetzt als später

Wenn dir ungefähr klar ist, worum es in deinem Buch gehen soll, fang doch am besten noch heute mit dem Schreiben an!

Natürlich benötigen manche Projekte einige Vorarbeiten. Doch zu früh anfangen kannst du praktisch nicht. Viel größer ist die Gefahr, dass du dich in Recherchen und Strukturplänen verlierst oder dir ausmalst, wie es sein wird, dein Buch zu schreiben.

Die Hürde, endlich damit anzufangen, wird so immer höher und höher.

Das, was du zu Papier bringst, wird später wahrscheinlich nicht so bleiben. Befrei dich von dem Anspruch, es müsse gut sein, was aus deiner Feder fließt. Viel wichtiger ist es, dass überhaupt ein Schreibfluss entsteht und du diesen am Leben hältst.

Überarbeiten kann man das später noch immer!

Höre jetzt die Podcast-Episode zum Thema: Wie fange ich eigentlich an zu schreiben?

Eine Frage der Technik

Nur wenn du schreibst, stößt du einen Prozess an, bei dem die Dinge ins Rollen geraten. Indem du Sätze aufs Papier bringst, entwickelt sich deine Schreibstimme und der ganz besondere Tonfall deines Buches. Nur so erschaffst du eine Materialbasis, mit der du arbeiten kannst.

Neben der möglichst täglichen Schreibroutine mit klarer Zielrichtung gibt es weitere Methoden, die es dir erleichtern anzufangen und dranzubleiben. Nutze bewährte Techniken, um ins Schreiben zu kommen, zum Beispiel die Klassikerübung Freewriting

Während des Schreibens

Zutat 7: Vereinbarkeit

Schreibroutine

Anstatt einmal die Woche in einer Gewaltaktion möglichst viel auf einmal aufs Papier zu bringen, solltest du möglichst jeden Tag schreiben. Auch wenn es manchmal nicht einfach ist, dies mit unserem Alltag zu vereinbaren, sollte dies unbedingt dein Ziel sein.

Denn die tägliche Schreibpraxis hat immens viele Vorteile für dein Buchprojekt:

  • Du bleibst im Flow und musst dich nicht jedes Mal vollkommen neu einarbeiten.
  • Das Schreiben wird zur Routine, von der du bald nicht mehr lassen kannst.
  • Du lernst jeden Tag etwas dazu und wirst immer besser.

Konkrete Ziele

Setze dir ein konkretes Ziel, um täglich zu schreiben. Vereinbare dafür mit dir selbst entweder bestimmte Schreibzeiten oder eine bestimmte Seitenanzahl pro Tag.

  • Der Vorteil an einer festen Schreibzeit ist es, dass du dem Schreiben einen sicheren Platz im Alltag einräumst. So gerät es nicht in Vergessenheit.
  • Der Vorteil an einer festen Seitenanzahl besteht darin, dass du nicht vom Schreibtisch aufstehst, bevor du dein Tagespensum erfüllt hast.

Ideal ist es, wenn du beide Möglichkeiten miteinander kombinierst: Lege fest, wann du jeweils dein Schreibvorhaben verfolgst und nimm dir konkret vor, wie viel du dabei schaffen willst.

Das tägliche Pensum

Auch beim täglichen Pensum ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Was kannst du wirklich leisten? Nicht jeder von uns ist ein erfolgreicher Thriller-Autor, der zur Not bis in den späten Nachmittag am Schreibtisch sitzt – eben bis die 10 Seiten geschrieben sind, die er sich vorgenommen hat. (So macht es Stephen King.)

Vielleicht ist es dir nur möglich, an vier Tagen die Woche eine Stunde zu schreiben, in der du realistischerweise zwei Seiten schaffst. Auch das ist okay! Setz lieber um, was du dir vornimmst, anstatt dir illusorische Vorhaben auszumalen, die du sowieso nicht einhalten kannst.

Wenn es dir gelingt, an vier Tagen die Woche jeweils zwei Seiten zu schreiben, hast du in einem Jahr fast vierhundert Seiten zusammen!

So offenbart sich das scheinbar unbezwingbare Vorhaben, ein dickes Buch zu verfassen, als Scheinriese. Mit etwas Ehrlichkeit und Ausdauer schrumpft er zur bewältigbaren Aufgabe zusammen.

Zutat 8: Struktur

Das Buch und sein Entstehungsprozess

Du brauchst nicht gleich zu Beginn eine ausgefeilte Struktur für dein Buch. Am Anfang genügt es, mit deinem Schreiben ein Ziel zu verfolgen und zu beginnen. Doch wenn daraus ein zusammenhängendes Buch werden soll, kannst du nicht darauf verzichten, dein Schaffen früher oder später in geordnete Bahnen zu lenken.

Strukturiert werden möchte sowohl der Entstehungsprozess des Buchs als auch das Buch selbst.

Unabhängig davon, welche Art von Buch du zu schreiben beabsichtigst, ist es wichtig unterschiedliche Phasen beim Entstehen zu unterscheiden. Einer ersten Schreibphase folgen für gewöhnlich mehrere Überarbeitungsdurchgänge, in denen der Text ergänzt, gekürzt, umstrukturiert oder umgeschrieben wird.

In welchem Ausmaß beim Überarbeiten der primäre Text verändert wird, kann sich von Projekt zu Projekt massiv unterscheiden. Dies hängt auch stark damit zusammen, wie klar dir die Struktur des Buchs bereits zu Beginn ist.

Unterschiedliche Vorgehensweisen

Die Struktur des Buchs kann bereits vor dem eigentlichen Schreiben feststehen. Vor allem bei Sachbüchern bietet sich dies an. Doch es gibt auch Romanautoren, die von Anfang an wissen, worauf sie mit ihrer Geschichte hinauswollen und wie sie Schritt für Schritt dorthin gelangen.

Häufig ist es jedoch so, dass sich die genaue Struktur des Buchs erst beim Schreiben herausformt. Dabei ist es wichtig, zwischen dem Schreibflow und einer Meta-Perspektive zu unterscheiden.

Du solltest zwischen diesen beiden Ebenen wechseln können, ohne sie miteinander zu vermischen.

Beim autobiografischen Schreiben wird Erinnerungsarbeit geleistet. Hier ist es besonders häufig so, dass sich die Strukturierung erst im Laufe des Schreibprozesses ergibt.

Doch auch viele Autoren anspruchsvoller Romane verzichten darauf, von vornherein die Handlung zu plotten. So wird es möglich, dass sich die Charaktere und die Konflitke der Gesichte lebendig und überzeugend entwickeln. Nichtsdestotrotz ist es auch hier hin und wieder nötig, auf die Strukturebene zu wechseln, um zum Beispiel eine überzeugende Spannungskurve hinzubekommen.

Doch Vorsicht: Wechsle beim täglichen Schreiben bewusst in den Kreativmodus, bei dem du deine Struktur zwar im Hinterkopf behältst, dich jedoch nicht von ihr einengen lässt!

Dein Buch erfolgreich zu Ende schreiben

Zutat 9: Durchhaltevermögen

Nicht vom Pfad abkommen

Es gibt so viele Dinge, die uns vom Weiterschreiben abbringen können. Sowohl unser Alltag als auch das Schreiben selbst hält immer wieder Stolpersteine für uns bereit. Um ihnen auszuweichen oder dich aufzufangen solltest du doch einmal straucheln, hilft die richtige Einstellung weiter. Manchmal braucht es auch einfach nur die passende Strategie, um endlich dauerhaft genügend Zeit zum Schreiben zu finden.

Schreibblockaden

Trotz aller Vorausplanung und Weitsicht lassen sich Schreibblockaden nicht ganz verhindern. Wer kennt sie nicht: Die Unfähigkeit überhaupt irgendetwas zu schreiben? Oder besser gesagt: Das Gefühl, dass dem so ist?

Das leere Blatt starrt dich an. Du grübelst und grübelst, doch jeder Satz fällt dir schwer. Manchmal fühlst du dich komplett unfähig, auch nur ein Wort aufs Papier zu bringen.

Das Allerwichtigste bei Schreibblockaden ist es, professionell mit ihnen umzugehen. Das bedeutet vor allem, dass man sinnvolle Mittel ergreift, anstatt sich in die Situation hineinzusteigern.

Diese 20 Mittel gegen Schreibblockaden sind bewährte Methoden, um sofort effektiv zu intervenieren, wenn das weiße Blatt allzu bedrohlich erscheint.

Immer wieder anfangen

Ein Buch schreiben – meist ist das eine Mammutaufgabe. Trotz aller Rituale und trotz der Routine, trotz guten Zeitmanagements und ausgefeilter Strategien gegen Schreibblockaden kann es passieren, dass etwas anderes dazwischenkommt.

Egal, ob berufliche oder private Pflichten – manchmal wird ein Projekt unterbrochen und es lässt sich nicht vermeiden, dass es einige Zeit brach liegt. Wieder anfangen zu schreiben – wie das ohne Probleme gelingt, auch wenn du gerade nicht im Schreibflow bist, lernst du anhand der passenden Methoden.

Zutat 10: Haltung

Wertschätzung

Dass du schreibst, ist keine Selbstverständlichkeit.

Jede Seite, die du zu Papier gebracht hast, war vorher noch nicht da. Sie ist eine Leistung! Gerade, wenn du nebenbei schreibst – also auch noch einem Butter- und Brotjob nachgehst, ist das alles andere als selbstverständlich.

Wenn es einmal nicht läuft, sind wir häufig schnell unzufrieden mit uns selbst. Dann kann es passieren, dass wir eine negative, abwertende Haltung unserem Schaffen gegenüber an den Tag legen. Doch Druck ist selten eine Hilfe, wenn du das eigene Buch voranbringen möchtest. Du gerätst in eine demoralisierende Negativspirale und die Motivation ist dahin.

Versuche stattdessen, einen wertschätzenden Umgang mit dir selbst zu pflegen.

Feire Etappensiege auf dem Weg zu deinem Buch!

Mach dir keine Vorwürfe, wenn es einmal nicht so klappt mit dem Schreiben. Versuche lieber mit kleinen Schritten wieder in deine Schreibroutine zu kommen.

Kurz gesagt: Du brauchst eine gute Psychohyghiene, die dich durch den Schreibprozess trägt. So bleibst du motiviert und mit Spaß bei der Sache!

Was ist Erfolg für dich?

Schreiberfolg ist zu großen Teilen auch eine Einstellungssache. Viele meinen immer noch, geniale Autoren fallen vom Himmel. Wenn es dann einmal nicht so läuft mit dem Schreiben führt dies schnell zur Frustration. Es kommen Gedanken auf wie

Ich bin einfach nicht fürs Schreiben gemacht

oder

Ich bin nunmal nicht Goethe oder Schiller

Um sich von solch negativen Glaubenssätzen nicht unterkriegen zu lassen, hilft nur eins: Eine positive und gesunde Einstellung zum eigenen Schreiben. Der wohl millionenfach zitierte Satz „Genie ist ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration“ ist zwar eine Binsenweisheit, doch deshalb nicht weniger wahr.

Das gilt auch und gerade fürs Scheiben. Nur durch möglichst tägliche Routine bekommst du die nötige Praxis fürs Bücher schreiben.

Zutat 11: Unterstützung

Dein soziales Umfeld

Du kannst deine tägliche Schreibroutine noch so geschickt in deinen Alltag einbauen und häppchenweise schreiben – bei einem Mammutprojekt wie dem Schreiben eines Buchs gibt es immer wieder Phasen, in denen es nicht optimal läuft. Und selbst, wenn du gut vorankommst und im Schreibfluss bist, kann der Zeit- und Energieaufwand eine Herausforderung für dein berufliches und soziales Leben bedeuten.

Achte deshalb von Anfang an darauf, dir Unterstützung bei deinen Freunden und bei deiner Familie zu holen:

  • Erkläre ihnen, wie wichtig dir das Schreiben ist und mach deutlich, weshalb du dich so häufig zurückziehen musst.
  • Bitte um Verständnis dafür, dass du in deinen Schreibzeiten Ruhe brauchst und nicht für andere Belange zur Verfügung stehst.
  • Teile die Hoffnungen und Wünsche, die du mit deinem Schreiben verbindest, mit deinen Lieben.

Teilen und verstanden werden

Gib von deinem Schreiben nur das preis, was du auch preisgeben willst.

Zeig deine Texte erst dann her, wenn du auch kritische Kommentare ertragen kannst.

Überlege dir genau, wen du ins Vertrauen ziehen möchtest.

Versuche auch Verständnis dafür zu entwickeln, wenn jemand kein Verständnis für dein Schreiben hat. Es ist wichtig, dass dich einige Menschen aus deinem engsten Umfeld unterstützen. Versuch jedoch nicht, alle Last, die dich beim Schreiben bedrückt, auf fremden Schultern abzuladen.

Wenn dich Menschen, denen du vertraust, in deinem Schreiben unterstützen, gibt dir das Kraft und macht es um ein vielfaches leichter dauerhaft dranzubleiben. Auch eine Schreibgruppe mit Gleichgesinnten oder ein Schreibseminar bietet dafür eine gute Gelegenheit. Hier bekommst du wertvolle Tipps von einem qualifizierten Schreibtrainer.

Zutat 12: Phasentrennung

Träumer, Realist und Kritiker

Jeder kreative Prozess verläuft in Phasen. So auch das Bücherschreiben. Eine gute Orientierung, wie sie aussehen können, bietet die Walt-Disney-Methode. Hier gibt es drei unterschiedliche Rollen, die du als Schaffender nacheinander besetzt.

  • Einmal gibt es den Träumer. Ihm ist alles erlaubt. Er kann vor sich hinspinnen und alle möglichen Ideen entwickeln. Beim Bücherschreiben kann man in dieser Rolle einfach drauflos schreiben und sich von seiner Kreativität treiben lassen.
  • Die nächste Rolle ist der Realist. Er greift all die Ideen des Träumers auf und formt daraus ein Konzept. Beim Bücherschreiben kann man zum Beispiel das Plotten und Strukturieren als Teil dieser Phase sehen.
  • Schließlich gibt es den Kritiker. Er betrachtet das Bisherige mit größter Skepsis und weist auf Fehler hin. Beim Bücherschreiben bietet sich diese Perspektive für alle möglichen Ebenen von einer plausiblen Handlung bis zur korrekten Rechtschreibung an.

Bücherschreiben als Kreislauf

Verstehen wir das Bücherschreiben im Sinn des Walt-Disney-Modells, so kommt nach dem Kritiker wieder der Träumer. Das Ganze ist also kein einmaliger Vorgang sondern ein Kreislauf.

Du wirst wahrscheinlich nicht nur eine Version deines Buchs schreiben. Wenn der Schlusspunkt gesetzt ist, geht die Arbeit weiter.

Beim Überarbeiten geht es auch um ganz handwerkliche Dinge wie guten Stil und typische Fehler beim Schreiben, die du vermeiden solltest. Kümmer dich jedoch lieber erst beim Überarbeiten darum, sonst blockieren sie dich beim Schreiben.

Wie viele Versionen es braucht, bis du mit dem Ergebnis zufrieden bist, hängt von dir ab. Je nach Schreibtyp wird dies ganz unterschiedlich sein.

Dein Buch ist fertig – und nun?

Ist dein Buch erst einmal geschrieben, darfst du stolz auf dich sein.

Nun hast du bestimmt auch Lust, Leser zu finden. Dafür gibt es mittlerweile eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten.

An erster Stelle sollte für dich die Frage stehen, wie du dein Buch veröffentlichen möchtest. Hast du vor einen klassischen Verlag von zu überzeugen? Oder wäre auch das Selfpublishing für dich eine Option?

Ganz egal für welchen Weg du dich entscheidest, um eine Sache kommst du nicht herum: Marketing für Autoren. Denn wenn du Leser finden willst, musst sie auch auf dich aufmerksam machen.

Die wichtigste Zutat: Freude am Schreiben!

Ein Buch schreiben – das bleibt immer ein individueller Prozess. Die beschriebenen Zutaten nehmen dir das Abenteuer Schreiben nicht ab.

Sie sind jedoch die Voraussetzung dafür, zielgerichtet und motiviert bei der Sache zu sein und das innere Feuer am Leben zu halten. So lange du das Schreiben sinnvoll in deinen Alltag integrierst und mit Begeisterung schreibst, wirst du früher oder später dein eigenes Buch in den Händen halten. Bewahre dir also die Freude am Schreiben, denn sie ist die Kraftquelle, die dich vorantreibt!

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21 Kommentare, sei der nächste!

  1. Schöne Sammlung!
    Ich finde es besonders wichtig, die eigene Motivation abzuklären. Warum schreibe ich überhaupt? Warum will ich einen Roman schreiben? Was daran bringt mir Freude?
    Und im Anschluss: Was spricht dagegen, einen Roman zu schreiben? Wie sieht es mit Zeit aus, Bereitschaft, das Handwerk zu lernen, Zuspruch der Familie …
    So fällt es einem viel leichter, am Ball zu bleiben und möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen.

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