Eine gute Idee finden – so einfach kann es gehen!

Eine gute Idee finden ist manchmal überhaupt nicht so einfach. Vor allem, wenn du den Eindruck hast, dass alles schon irgendwie gesagt wurde.

Manchmal helfen einfache Tricks, um sich inspirieren zu lassen. Hier sind drei davon, die überraschend gut funktionieren …

Eine gute Idee finden – Medien zur Inspiration

Hast du es schon einmal mit Fernsehen probiert? Wie – Fernsehen? Ja, du hast richtig gelesen – die gute alte Flimmerkiste oder ihr modernes Pendant à la Streaming sind gemeint.

Damit dir das Fernsehen helfen kann, um gute Idee zu finden, ist die richtige Haltung gefragt! Wenn du stumpf konsumierst, wird es schwierig mit den guten Ideen.

Wie also klappt es hier mit der Inspiration zu guten Ideen?

Was interessiert dich?

Du möchtest schreiben, doch du hast keine wirklich gute Idee worüber? Du möchtest dich nicht länger mit Themen herumzuschlagen, die eigentlich nicht dein Ding sind? Setz dich vor die Tagesschau und schreibe endlich über das, was dich wirklich interessiert. Geh dazu diesen Fragen nach:

  • Was geht bei Bilder von Kriegen und Konflikten in dir vor?
  • Wieso schaltest du bei der einen Bundestagsdebatte ab, während dich die andere hellhörig macht?
  • Weshalb fieberst du beim Fußball mit, doch die Formel 1 lässt dich gähnen?

Richtig Fernsehen für gute Ideen

Nachrichtensendungen bieten eine kompakte Vielfalt unterschiedlicher Themen. Sie eröffnen dir die Chance, dich in überschaubarer Zeit darüber zu informieren, was die Menschen in der Welt gerade bewegt. Dies bedeutet nicht, dass du alles glauben musst, was sie dir erzählen. Das heißt nicht, dass das Fernsehen die ganze Wahrheit vertritt, oder auch nur die halbe.

Doch definitiv bekommst du Abend für Abend einen ganzen Blumenstrauß an Anregungen auf dem Silbertablett namens Mattscheibe serviert.

Geh den Impulsen nach, die du dabei verspürst:

  • Wie würdest du die Meldungen kommentieren, wenn du in der Sendung Gastkommentator wärst?
  • Welche Gedanken kommen dir, wenn du von Flüchtlingsströmen hörst?
  • Welche Gefühle steigen in dir hoch bei der neuesten Armutsstatistik?
  • Und welche Wünsche, Ängste, moralische Bedenken und Überzeugungen stecken hinter diesen Gedanken?

Was ist dein Thema?

Wenn du die bisher genannten Fragen beantworten kannst, hast du dir eine mächtige Haltung zu Eigen gemacht, die dein Schreiben voranbringt: Du bist immer dafür bereit, deinem nächsten Thema zu begegnen. Deine Inspirationsquelle muss natürlich nicht unbedingt die Tagesschau sein. Das Ganze funktioniert auch wunderbar, wenn du die Zeitung liest, auf Nachrichtenportalen im Netz stöberst oder auch in einer Illustrierten blätterst.

Es müssen auch nicht immer die Schlagzeilen des Tages sein, die etwas in dir auslösen. Manchmal sind es die ganz kleinen Meldungen, die Randnotizen, die dich aufhorchen lassen. Vielleicht interessieren dich nicht die großen sozialen Fragen, sondern die Rosenkriege eines Star-Pärchens oder die Gerüchte um das spanische Königshaus. Auch das ist okay.

Entscheidend ist allein, dass du sensibel dafür wirst, welches Thema was in dir auslöst, statt einfach nur stumpf zu konsumieren. Hast du eine Meldung identifiziert, die etwas in dir bewegt, bei der du besonders viele oder heftige Reaktionen in dir spürst? Wunderbar, dann mach sie zum Ausgangspunkt deines Schreibens!

Eine gute Idee finden – Menschen beobachten

Möchtest du eine Geschichte schreiben oder deinen Sachtext durch Fallbeispiele illustrieren, so benötigst du Figuren. Doch manchmal fällt es schwer, dir diese einfach vorzustellen. Dein Alltag kann dir dabei helfen, Figuren zu entwickeln.

Beobachte, wer sich um dich herum aufhält

Egal, ob du dich in der Straßenbahn befindest oder in der Fußgängerzone – auf unseren täglichen Wegen begegnen uns häufig eine Menge anderer Menschen, die wir noch nie zuvor bewusst gesehen haben. Falls du in einer sehr ländlichen Gegend wohnst, solltest du für diese Methode einmal einen Ausflug in die Stadt machen.

Beobachte aufmerksam, welche Menschen in deiner Nähe sind. Lass den Blick schweifen. Wähle schließlich einen davon aus, der dir interessant erscheint. Du brauchst nicht wissen, weshalb das so ist. Höre einfach auf dein Bauchgefühl.

Notiere dir ein paar wichtige Eindrücke

Notier dir nun ein paar wenige Dinge, die dir auffallen. Zum Beispiel ein Detail der Kleidung, des Gesichts, der Gestik und Mimik. Hierfür ist es geschickt, immer ein Notizheft dabei zu haben. Du kannst dem Menschen auch einen Namen geben. Hauptsache ist, du erinnerst dich später an deine Beobachtung.

Lass Vorsicht walten

Geh möglichst so vor, dass niemand bemerkt, was du tust. Starr die Menschen nicht an. Belästige niemanden.

Wenn niemand merkt, dass du dir über ihn Notizen machst, brauchst du dabei auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Du lässt dich lediglich inspirieren. Es geht dir darum, eine Idee zu finden, nicht darum, dem jeweiligen Menschen tatsächlich gerecht zu werden.

Eine gute Idee finden – Satzfetzen aufschnappen

Sprachliche Äußerungen lösen häufig etwas in uns auf. Viele davon lassen uns vielleicht kalt. Doch immer wieder bewegen sie auch etwas in uns. Eine gute Möglichkeit, um Ideen zu finden, besteht darin, sensibel für diese inneren Regungen zu werden.

Innere Regungen registrieren

Egal, ob in Gesprächen mit Freunden, der Familie oder Kollegen – entwickle mehr Achtsamkeit dafür, was in deinem Inneren geschieht. Gibt es eine Aussage, die dich anregt, traurig stimmt, wütend macht, belustigt oder verwirrt, so steckt darin vielleicht eine gute Idee.

Eine gute Idee in diesem Sinn ist ein Thema oder eine Überlegung, die dich interessiert. Hast du keine Lust auf einen bestimmten Themenbereich, dann wirst du daraus auch keine gute Idee entwickeln können. Wenn jedoch in dir etwas emotional angeregt wird, so ist dies die beste Voraussetzung!

Aufmerksam Bücher lesen

Auch beim Lesen von Büchern – egal ob Romane, Sachbücher oder Gedichtbände – solltest du besonders aufmerksam sein. Manchmal passiert über hunderte von Seiten nicht besonders viel in deinem Inneren. Du folgst den Gedankengängen oder der Geschichte. Doch manchmal kommt ein Satz um die Ecke, in dem so vieles drinnsteckt.

Du merkst: Das ist dir wichtig, das ärgert dich oder hier kannst du voll und ganz zustimmen. Hiermit würdest du dich gerne länger beschäftigen.

Lies immer mit einem Bleistift in der Hand, um diese Sätze unterstreichen zu können oder Notizen am Rand zu machen. So wird dir kein potentieller Ideenkeim bei deinen Lektüren entgehen.

Von der guten Idee zum Schreiben

Egal, ob Sendungen im Fernsehen, eine interessante Person, die dir begegnet oder ein einzelner Satz: in deinem Alltag begegnen dir ständig Ideenimpulse. Nun möchtest du aus einer ersten Idee einen kreativen Text machen, eine Geschichte schreiben oder gar einen Roman verfassen.

Wie fängst du damit an?

Freies Schreiben

Freies Schreiben (oder auch Freewriting) ist eine gute Möglichkeit, um von einem Ideenkeim zu einer ausgereiften Idee und von diesem zu einem fertigen Text zu gelangen. Hierbei schreibst du einfach drauflos, ohne dich zu zensieren.

Nimm deine gute Idee und notiere sie als Überschrift. Schreib nun drei Seiten lang alles auf, was dir durch den Kopf geht.

Wenn deine Gedanken abschweifen und es auf einmal um etwa ganz anderes geht, macht das nichts. Vielleicht entwickelt sich deine gute Idee gerade auf diese Weise weiter.

Nachdem die drei Seiten geschrieben sind, kannst du sie immer noch kritisch betrachten. Ist etwas Interessantes dabei? Hat sich deine Überlegung weiterentwickelt?

Diese Methode braucht einiges an Übung. Am besten gelingt sie, indem du dir eine Schreibroutine aneignest. Eine Schreibzeit, die du regelmäßig zu einem Teil deines Lebens machst, hilft dabei.

In Menschen hineinversetzen

Denk dich in die Menschen hinein, von denen die Rede ist oder die dir aufgefallen sind:

  • Was könnte hinter der dramatischen Scheidung einer Hollywood-Ehe stecken, die seit Tagen genüsslich ausgeschlachtet wird?
  • Welche Szene könnte dem skandalösen Auftritt vor der Weltöffentlichkeit vorausgegangen sein?
  • Und welche Umstände bringen einen Mann zu der Mitleid erregenden Tat, mit einem Spielzeuggewehr eine Bank zu überfallen? Oder es zumindest zu versuchen? Was ist seine Lebensgeschichte?
  • Und wie ist es dazu gekommen, dass das 10 Monate alte Kind vom Balkon des dritten Stockwerks fallen konnte und überlebte? Wie haben sich die Eltern gefühlt, als sie den Kleinen von der Sommermarkise pflückten, die ihm das Leben gerettet hat? Glücklich oder schuldig oder beides?

Finde Fragen, die zu deiner Meldung passen. Schreibe sie auf ein Blatt Papier. Und dann fang damit an, sie zu beantworten und zwar möglichst ausführlich und schon hast du deine gute Idee. Es gibt hier kein richtig oder falsch, alles ist erlaubt, du darfst auch auf Abwege kommen und musst nicht beim Ausgangspunkt bleiben.

Die Macht des Fabulierens

Versteh mich nicht falsch: Es geht nicht darum, dass du das recherchierst. Es geht darum, dass du fabulierst. Mach die Nachrichten, Meldungen, Debatten, die etwas in dir auslösen, zu deinem Thema und erfinde deine Geschichte dazu. Es ist ganz gleichgültig, wie viel das am Ende noch mit der „Wahrheit“ zu tun hat. Es geht hier um deine Wahrheit, dein Fund im Fernsehen oder in der Zeitung ist nur der Katalysator, letztlich zählt die gute Idee!

So machst du den achtsamen Konsum zum Schlüssel beim Geschichtenschreiben oder Romanschreiben. Um dich herum schwirren andauernd mediale Angebote voll spannender Themen und guter Ideen für deine Geschichten. Du musst nur ein wenig zuhören und zugreifen, sobald es in dir rumort.

Am Ende ist es vielleicht das Boulevard-Magazin beim Friseur oder beim Arzt, das dich auf eine Idee bringt für eine Erzählung oder einen Roman. Vielleicht ist es die Meldung auf der dritten Seite der Tageszeitung, in der der Keim einer bezaubernden Kurzgeschichte steckt. Also Augen auf und viel Spaß beim Finden!

Welche gute Idee ist der Ausgangspunkt für deine Geschichte?

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