Persönliches Wachstum – 10 inspirierende Schreibimpulse

Persönliches Wachstum bedeutet nicht, dass du dich nur in einem bestimmten Bereich steigerst. Es geht nicht allein um deine berufliche, sportliche oder künstlerische Leistung. Vielmehr ist daran deine gesamte Persönlichkeit beteiligt. Und das Beste daran ist: Du kannst es mit den folgenden Impulsen gezielt fördern!

Möchtest du deine Talente entfalten? Willst du mehr aus dir machen? Hast du Freude daran, dich weiterzuentwickeln?

Dann sind die folgenden Schreibimpulse für persönliches Wachstum genau das Richtige für dich. Probier den ein oder anderen aus und lass dich auf die neuen Erfahrungen ein.

Vielleicht mutet manches zu Beginn merkwürdig an. Bald wirst du jedoch feststellen: In diesen kleinen Schreibabenteuern stecken wundervolle Möglichkeiten, um persönlich zu wachsen.

Persönliches Wachstum – was soll das bedeuten?

Bevor du dir bestimmte Methoden aneignest, um persönlich zu wachsen, sollte erst einmal klar sein, wovon die Rede ist. Beachte drei Aspekte, um die Schreibimpulse für dich gewinnbringend zu nutzen:

  • Der Bereich Persönlichkeitsentwicklung ist von vielerlei Missverständnissen geprägt.
  • Jeder Mensch ist besonders.
  • Wachstum ist nicht gleich Wachstum.

Was genau damit gemeint ist, erfährst du im Folgenden!

Vorsicht vor Missverständnissen

Bei Schreibimpulsen für dein persönliches Wachstum geht es nicht um einen simplen Egoboost. Kein „Ich bin der größte!“ und auch kein „Höher, schneller weiter!“

Des Weiteren gibt es nicht die eine Methode, die allen gleich gut weiterhilft. Schließlich hängt es von deiner Persönlichkeit und deinen Erfahrungen ab, woran du am besten andocken kannst.

Außerdem erfordert jede Lebenssituation eine dazu passende Einschätzung und Entscheidung. Etwas, was dir vor fünf Jahren geholfen hat, kann heute eher hinderlich sein. Eine Einsicht, die du früher abgelehnt hast, erscheint nun in neuem Licht.

Ein weiteres Missverständnis geht häufig mit dem Versuch einher, seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Implizit schwingt für viele mit, dass sie noch nicht gut genug seien und sich dringend verbessern müssten. Die Vermessbarkeit unseres Lebenswandels von Ernährungs- über Bewegungs- bis zu Sehgewohnheiten trägt hierzu ihren Teil bei.

Dabei bedeutet persönliches Wachstum keinesfalls, dass du so, wie du gerade bist, in irgendeiner Weise defizitär wärst. Wir sagen zu einem jungen Baum ja auch nicht, er wäre falsch, da er „erst“ einen Meter hoch ist.

Deine Persönlichkeit

Was ist eigentlich damit gemeint, wenn wir von der Persönlichkeit sprechen?

Es gibt unterschiedliche Modelle, die menschliche Persönlichkeit beschreiben.

In einem der bekanntesten, dem DISG-Modell etwa, werden grundlegende Verhaltenstendenzen ausgemacht: Dominant, Initiativ, Stetig, Gewissenhaft. Deren spezifisches Zusammenwirken macht unsere Persönlichkeit aus.

Das ebenso bekannte Reiss-Modell kennt 16 Lebensmotive. Unsere Persönlichkeit lässt sich nach deren spezifischer Ausprägung unterscheiden.

Einige Grundannahmen finden sich in den meisten Ansätzen: Die Persönlichkeit ist einerseits durch unsere Gene, andererseits durch unsere Sozialisation geprägt. Sie unterliegt einem stetigen Wandel. Zugleich zeichnet sich der Einzelne jedoch durch konstante Grundzüge aus. Und sie ist auf jeweils individuelle Weise komplex.

Dies bedeutet, dass eine Entwicklung unserer Persönlichkeit Zeit braucht. Des Weiteren sollte sie immer von einer tiefgreifenden Akzeptanz dessen, was ist, geprägt sein.

Arten des Wachstums

Wachstum ist nicht gleich Wachstum. An erster Stelle sollten wir zwischen quantitativem und qualitativem Wachstum unterscheiden.

Wachstum bedeutet entsprechend nicht zwangsläufig mehr, sondern kann auch besser oder einfach nur anders heißen. Dies gilt auch und besonders für persönliches Wachstum. Denn anscheinendes Wachstum eines Menschen kommt in Wahrheit häufig einer Art Regression gleich.

Hierzu ein Beispiel:

Ein Manager fühlt sich durch die Investorengesellschaft, welche die Firma vor Kurzem übernommen hat, zu immer besseren Leistungen getrieben. Er spürt auch einen inneren Antrieb, dem zu entsprechen und erfolgreich abzuliefern.

Er gibt alles. Und ist damit erfolgreich. Er schafft es, Umsatz und Gewinn der Firma zu steigern, kassiert am Ende des Jahres einen fetten Bonus – und bricht zusammen.

In der Burnout-Klinik braucht er lange, um wieder klar zu sehen. Erst nach Wochen realisiert er, dass er einen ganz bestimmten Aspekt seiner Persönlichkeit – die Leistungsfähigkeit – über alles andere gestellt hat. Indem er in dem einen Bereich über sich hinaus gewachsen ist, hat er alle anderen Bereiche vernachlässigt.

Wenn hier die Rede von persönlichem Wachstum ist, soll damit immer ganzheitliches Wachstum gemeint sein. Es geht also nicht darum, bestimmte Talente auf Kosten anderer Persönlichkeitsanteile maximal zu entwickeln. Persönliches Wachstum heißt hier vielmehr Wachstum als Person im Gesamten.

Schreiben als Persönlichkeitsentwicklung

Inwiefern kann Schreiben als Methode der Persönlichkeitsentwicklung eine besondere Rolle spielen? Weshalb gerade Schreibimpulse? Und lässt sich dies mit alternativen Herangehensweisen für persönliches Wachstum kombinieren?

Beim Schreiben setzen wir uns mit unseren Bewusstseinsinhalten auseinander. Wir sind so einerseits ganz bei uns, gehen jedoch zugleich auf Distanz. Des Weiteren sind wir dazu gezwungen, die Dinge auszuformulieren. Stimmungen, Emotionen und Ahnungen werden in Sprache gefasst. Dies hat Vor- und Nachteile.

Einerseits liegt mit jeder Versprachlichung eine Vereinfachung und Festlegung vor. Andererseits erhöht sich so die Verbindlichkeit. Erkanntes wird manifest und gerät nicht so leicht in Vergessenheit.

Des Weiteren sind die Methoden, die hier vorgestellt werden, einfach anzuwenden und konkret. Selbst, wenn wir noch nicht genau wissen, auf welche Weise wir persönlich wachsen wollen, können wir so etwas tun, das uns hilft.

Freies Schreiben

Beim Freien Schreiben lassen wir den Stift übers Papier wandern, ohne darüber nachzudenken, was wir notieren. Alles ist erlaubt. Es gibt kein richtig oder falsch. Die Gedanken werden möglichst ungefiltert aufgeschrieben, ohne damit aufzuhören oder sich selbst zu zensieren.

Am besten nimmst du dir von Anfang an eine bestimmte Seitenzahl vor. Sobald diese geschafft ist, legst du das Ergebnis zur Seite, ohne es nochmals durchzulesen, und beginnst am nächsten Tag von vorne.

Das Freie Schreiben wurde durch die so genannten Morgenseiten von Julia Cameron berühmt. In ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“ beschreibt die Autorin, wie diese die Entwicklung als Schriftsteller bzw. als Künstler im Allgemeinen befördern.

Durch das tägliche Schreiben über einen langen Zeitraum hinweg entwickeln wir eine Schreibroutine. Bald schon ist das tägliche Schreiben eine Selbstverständlichkeit. Wir haben eine Art Schreibfluss etabliert, auf den wir nun bei Bedarf zurückgreifen können. Dies ist ungemein hilfreich, um die unterschiedlichen Schreibmethoden gezielt anzuwenden, und sich dabei nicht mit Schreibblockaden zu plagen.

Doch das Freie Schreiben hat auch für sich genommen bereits unschätzbaren Wert. Es gleicht einer Art Meditation, die uns zur Ruhe bringt und dabei hilft, klarer zu sehen. Was uns durch den Kopf geht, findet auf dem Papier seinen Platz. Nach und nach dringen wir so zu tieferen Schichten unseres Bewusstseins vor.

Wir erkennen uns Stück für Stück selbst und lernen neue Aspekte unserer Persönlichkeit kennen. Das Freie Schreiben kann somit an sich schon eine kraftvolle Methode für persönliches Wachstum sein.

Autobiographisches Schreiben

Beim autobiographischen Schreiben schöpfen wir aus unserer Lebenserfahrung. Gewissermaßen ist dies zwar immer der Fall, wenn wir schreiben, doch hier betrachten wir unser Leben explizit als das Material, aus dem wir unsere Texte formen. Anders als beim Freien Schreiben knüpfen wir an unseren konkreten Erfahrungen an.

Autobiographisches Schreiben ist auf vielfache Weise möglich. Du kannst von prägenden Ereignissen, Lebensphasen, Erinnerungsorten, bewegenden Begegnungen, Lebensthemen, Lebensfragen und vielem Weiteren ausgehen.

Doch das bedeutet nicht gleich, dass du deine komplette Autobiographie schreiben musst. Für dein persönliches Wachstum dient autobiographisches Schreiben an erster Stelle als Bestandsaufnahme. Wie bist du zu dem geworden, der du heute bist? Was hat dich dazu gemacht? Was hast du selbst dazu beigetragen?

Eine Klärung deiner Situation ist mehr als der Ausgangspunkt für die nächsten Entwicklungsschritte. Den klärenden Blick auf dein Leben zu erschreiben, bedeutet an sich schon ein großes Stück Wachstum.

Konkrete Schreibmethoden

Welche Möglichkeiten bieten Schreibmethoden über das Freie Schreiben und das autobiographische Schreiben hinaus?

Manchmal drehen wir uns beim Kreativen Schreiben im Kreis und benötigen neue Impulse. Schreibanregungen motivieren uns zu neuen neuen Wegen. Sie regen uns dazu an, ungewohnte Perspektiven einzunehmen. Sie geben uns Strukturen und Vorgehensweisen an die Hand, so dass wir uns auf das eigentliche Schreiben konzentrieren können.

Des Weiteren eignen sich die einzelnen Impulse bei jeweils anderen Herausforderungen besonders gut. Schließlich können unterschiedliche Hürden deinem persönlichen Wachstum im Wege stehen. Mal ist es Motivations- oder Antriebslosigkeit, eine schwierige Entscheidung, Unklarheit über die eigenen Ziele oder die Unmöglichkeit, grundsätzliche Sinnfragen zu beantworten. Je nachdem, was dich in deinem persönlichen Wachstum beschränkt, können unterschiedliche Impulse besonders hilfreich sein.

Welche Schreibimpulse für welche Situationen besonders zu empfehlen sind und wie du sie anwendest, erfährst du im Folgenden!

Dein persönliches Wachstum10 Schreibimpulse

Die folgenden Schreibimpulse gehorchen keiner bestimmten Reihenfolge. Dies hier ist weder eine Rangliste, noch eine Gebrauchsanleitung, die du Schritt für Schritt durchgehen kannst.

Probier lieber die ein oder andere Methode aus. Informiere dich darüber, in welchen Situationen welche von ihnen besonders vielversprechend ist. Und vor allem: Versuch, offen dafür zu sein, was dann passiert.

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