Die 20 besten Tipps, um Schreibblockaden zu überwinden

Schreibblockade als Angst vor dem weißen Papier

Wer kennt sie nicht, die Angst vor dem weißen Blatt Papier? Auch unter dem schönen Namen Schreibblockade bekannt, treibt sie ihr Unwesen immer dann, wenn wir Großes vorhaben, doch schon am Anfang scheitern. Und je länger wir warten, um so aussichtsloser scheint es uns, mit dem Schreiben zu beginnen. Kein Wort ist uns gut genug, um anzufangen, jeder Satz wirkt so endlos banal. Wir verkrampfen, fühlen uns eingeengt und nichts geht mehr.

Tipps gegen die SchreibblockadeSchreibblockade überwinden

Da hilft nur eins: Wir müssen locker lassen, um erst einmal wieder in unseren Kreativflow zu finden. Damit dies glückt, habe ich die 20 besten Tipps zusammengestellt, die mir beim Schreiben schon große Dienste geleistet haben. Sie helfen auch dir dabei, einfach wieder anzufangen. Und wenn du erst einmal wieder im Flow bist, wirst du auch zufrieden sein beim Schreiben. Nur so kannst du mit deinen Texten am Ende wirklich erfolgreich sein. Also viel Spaß auf deinem Weg raus aus der Blockade und zu neuem Spaß am Schreiben!

20. Iss Schokolade, trink Kaffee oder mach beides!

Was das mit Schreiben zu tun hat? Manchmal brauchen wir einfach ein bisschen Energie und ein Stückchen Schokolade, um aus einem Tief zu gelangen. Und genauso wie bei schlechter Laune kann auch beim Schreiben ein Genussmoment Wunder wirken. Anstatt zu verkrampfen und unbedingt alles hinbekommen zu müssen, können wir so kurz abschalten und gehen daraufhin wieder befreit an die Sache.

19. Schreibe mit anderen zusammen!

Wenn alleine überhaupt nichts mehr geht und wir es einfach nicht schaffen, wieder ins Schreiben zu kommen, reißt uns das Schreiben mit anderen zusammen mit Leichtigkeit aus der Blockade. Schreibübungen, bei denen gemeinsame Texte entstehen, geben uns neue Impulse. So drehen wir uns nicht länger im Kreisverkehr der eigenen Gedankenschleifen, sondern kommen wieder in Gang. Vor allem bringt das viel Spaß und befreit uns aus der misslichen Lage, unser Handwerk allzu ernst zu nehmen. Ein gutes Maß an Spaß und Freude und du gelangst wieder in deinen Schreibflow zurück.

18. Hol dir Motivation, z.B. durch Sport!

Eine Schreibblockade überträgt sich oft auf unser gesamtes Wohlbefinden. Wir sind davon enttäuscht, dass nichts gelingen mag und finden dennoch einfach nicht die richtigen Worte, um mit unserem Text zu beginnen. Das deprimiert. Wir fühlen uns niedergeschlagen, beginnen also, an uns zu zweifeln und manifestieren so erst recht unsere Blockade – ein Teufelskreis entsteht.

Um wieder ins Schreiben zu kommen, kann es helfen, sich die Motivation aus einem ganz anderen Lebensbereich zu verschaffen. Vorzüglich bietet sich dazu Sport an. Sei es Joggen, Radfahren, das Fitnesstudio oder ein Mannschaftssport. Regelmäßiges Training hilft uns dabei, aufrechter und selbstbewusst durch den Alltag zu gehen. Denn mit ein wenig Disziplin lässt sich die eigene sportliche Leistung im Handumdrehen steigern. Das motiviert uns nicht nur dranzubleiben, sondern strahlt auf alle Lebensbereiche aus. So lässt sich auch der Kampf gegen das weiße Papier mit frischer Energie bestreiten. Diese Methode ist übrigens vorzüglich dazu geeignet, sie mit anderen zu kombinieren.

17. Mach erst mal ein Nickerchen!

Manchmal haben wir es endlich geschafft, in unserem hektischen Alltag ein wenig Zeit zum Schreiben zu finden, sitzen dann aber vor dem leeren Blatt und es geht einfach gar nichts. Dann ist es oft unser anstrengendes Leben, das uns daran hindert zu schreiben. Kreativ-Sein gelingt nicht immer auf Knopfdruck. Der Stress eines Broterwerbs, die Pflichten im Haushalt oder die Herausforderungen in der Familie schwirren uns oft noch im Kopf herum, wenn wir viel lieber etwas ganz anderes aufs Papier bringen möchten. Manchmal brauchen wir da gewissermaßen eine Schleuse, die uns vom Alltags- wieder in den Kreativmodus befördert, um loszulassen und um uns frisch ans Schreibwerk zu machen. Vorzüglich dazu geeignet ist häufig einfach eine Mütze Schlaf. Manchmal genügen schon 5 bis 15 Minuten und wir sind wieder dazu bereit, dass uns etwas einfallen kann. Leg dich also ein paar Minuten aufs Sofa, vergiss aber nicht, dir den Wecker zu stellen und mach dich dann mit neuer Energie an dein Werk!

16. Hinterfrage den Zweck deines Schreibens!

Manchmal sollten wir im Leben nicht zu viel nach dem Sinn fragen, sondern einfach tun, was wir uns vorgenommen haben. Wenn wir im Schreibflow sind und es einfach gut läuft ist die Frage nach dem Zweck unseres Schreibens ziemlich kontraproduktiv. Werden wir jedoch von Schreibblockaden geplagt, kann die Frage nach dem Zweck unseres Schreibens dabei helfen, uns wieder auf die richtige Fährte zu bringen. Schreibst du, um dich persönlich weiterzubringen? Dann mach dir keinen Kopf, sondern schreib einfach drauf los, es kann überhaupt kein falsches Wort dabei geben. Möchtest du einen Bestseller schreiben? Dann beschäftige dich damit, wie andere schreiben und versuche einmal, dich an einem der großen Erfolgsplots zu orientieren. Was treibt dich an beim Schreiben? Worin liegt für dich der Zweck? Wie lautet dein Ziel? Was es auch ist, die Antworten auf diese Fragen werden dir einen Weg aus den Schreibblockaden weisen.

15. Schreibe um zu schreiben!

Manchmal kennen wir das Ziel unseres Schreibens und sind gerade deshalb blockiert. Das liegt dann häufig daran, dass wir das Ganze zu groß und materialistisch auffassen. Wenn du einen Roman in der Hand halten willst, auf dem dein Name steht, hilft dir dieser Wille allein wenig, um gut zu schreiben. Wenn dein einziges Ziel darin besteht, einen Bestseller zu verfassen und ein erfolgreicher Autor zu werden, ist es kein Wunder, wenn du vor dem leeren Blatt sitzt und blockierst. Viel hilfreicher ist es, sich Ziele zu setzen und etwas zu wollen, das wir wirklich beeinflussen können. Besser als auf das Endprodukt richten wir unseren Blick auf den Prozess. Um erfolgreich schreiben zu können, müssen wir schreiben wollen. Mach dir das bewusst und definiere das Schreiben selbst als dein Ziel und die vormals riesige Hürde schrumpft im Nu zusammen. Wenn du Freude am Schreiben selbst hast, unabhängig vom äußeren Erfolg, erledigt sich das Problem der Blockaden auf der Stelle.

14. Schreibe frei!

Das bewährte Mittel gegen Schreibblockaden ist so einfach wie effektiv: Nutze den Klassiker unter den Schreibübungen. Nimm einfach einen Stift und Papier und verabschiede dich von allen Vorstellungen, die du von einem Text hast. Schreibe einfach auf, was dir durch den Kopf geht, es gibt nichts, was dabei falsch sein kann. Es müssen auch keine Sätze sein oder gar der Anfang einer Geschichte. Wie genau du dabei vorgehst und wie du die Übung für dich optimal nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

13. Schreibe eine Geschichte um!

Manchmal muss man das Rad überhaupt nicht neu erfinden, um wieder in Gang zu kommen. Bestimmte Muster, wie wir Geschichten erzählen, haben sich einfach bewährt und sind tief in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben. Lebendig erzählt, entwickelt deren Handlungsstruktur eine ungemeine Wirkung auf den Leser, der man sich kaum entziehen kann. Eine schöne Möglichkeit, diesen Effekt zu nutzen, bietet sich, indem wir eine bestehende Geschichte umerzählen. Das heißt nicht, dass wir sie kopieren. Vielmehr dient dabei die Handlungsstruktur als Gerüst, das wir nach Belieben variieren können. Die alte Geschichte ist dabei nicht mehr als eine Inspiration für den Handlungsverlauf, aber auch nicht weniger. Dies ist deshalb ein so probates Mittel gegen Schreibblockaden, da bestimmte Plots einfach funktionieren und wir uns so voll und ganz auf das eigentliche Schreiben konzentrieren können, ohne uns den Kopf über die Spannungskurve zu zerbrechen. Klicke hier, um am Beispiel eines modernen Märchens zu lernen, wie du diese Strategie wirkungsvoll für dich umsetzen kannst.

12. Imitiere vorhandene Stile!

Eine immer wieder neue Erfahrung, um wieder ins Schreiben zu kommen, setzt beim Lesen an. Nimm einen Roman, der dir gut gefällt, oder auch einen, mit dem du überhaupt nichts anfangen kannst, der aber irgendwie interessant klingt. Beschäftige dich nun intensiv mit dem Text, den du liest. Beantworte dazu folgende Fragen: Wodurch zeichnet sich die Sprache aus? Was ist das Besondere des verwendeten Stils? Mit welchen Mitteln arbeitet der Text, um Spannung aufzubauen und den Leser zu fesseln?

Wenn du Antworten auf diese Fragen gefunden hast, schreib einen eigenen Text, in dem du die Schreibweise deiner Lektüre weiterführst. Oft fällt das leichter, da es nun erst einmal nicht darum geht, deinen ganz eigenen Ausdruck zu finden. Du kannst ganz einfach einen, den es schob gibt, imitieren. So löst du nicht nur deine Schreibblockade, sondern übst dich auch noch darin, bewusster zu schreiben und deine sprachlichen Möglichkeiten zu erweitern.

11. Schreib in kleinen Etappen!

Oft hält uns der Gedanke an das, was wir erreichen wollen, vom Schreiben ab. Unser Ziel erscheint uns riesengroß. Vor allem, wenn wir uns an einen längeren Text machen wollen, blockiert uns der Gedanke daran, 300 Seiten oder mehr aufs Papier zu bringen. Am Ende fangen wir lieber überhaupt nicht an. Viel hilfreicher als so zu reagieren ist es, in übersichtlichen Etappen zu denken. Nimm dir für jede Schreibeinheit eine bestimmte Anzahl an Seiten oder Wörtern vor. Fang klein an. Wähle ein Ziel, das du mit ein wenig Einsatz auf jeden Fall erreichen kannst. Eine Seite oder drei-, vierhundert Wörter sind ein guter Anfang. Und wenn dir auch das noch zu viel scheint, nimm dir eben noch weniger vor. Hauptsache, du kommst wieder ins Schreiben. Damit das klappt, gibt es nichts wichtigeres, als sich selbst zu motivieren, indem du deine eigenen Ziele erreichst. Mach es dir möglich und geh den Weg zu deinem Buch Schritt für Schritt, statt schon beim Gedanken an das erwünschte Endergebnis zu verzweifeln.

10. Schaff dir einen Ruheraum!

Unsere Welt hat sich in den letzten Jahren so stark beschleunigt, wie niemals zuvor. Wir sind ständig einer Vielzahl von Reizen ausgesetzt, wir sollen unseren Pflichten als Arbeitnehmer, als Familienmitglied oder als Freund gerecht werden, zudem prasselt unaufhörlich die Aufforderung, mehr zu konsumieren, auf uns herein. Echte Ruhe zu finden fällt da schwer. Diese ist jedoch eine so wichtige Voraussetzung, um zu schreiben. Nur wenn es uns gelingt, auf die innere Schreibstimme zu hören, kommen wir in den Schreibflow, bei dem nicht mehr jedes Wort überlegt werden will. Ein ruhiger Arbeitsplatz, ein Raum, in dem du die Türe hinter dir schließen kannst, ist manchmal die Rettung, um Schluss mit deinen Schreibblockaden zu machen. Erst wenn es leise genug ist, können wir hören, was in uns passiert und welche Ideen wir haben. Wenn wir wieder lernen, uns selbst zuzuhören, sind wir meist überrascht, wie viele es sind, und die Angst vor dem weißen Papier ist Geschichte.

9. Sprich über deine Blockade!

Erzählen erleichtert. So wie im Liebesleben kann es auch bei deiner Beziehung zu Stift und Papier hilfreich sein, über Störungen zu sprechen. Natürlich nicht mit jedem. Die Idee ist nicht, mit deinem Problem hausieren zu gehen. Such dir einen Menschen aus, dem du vertraust. Das kann ein Freund oder dein Partner sein. Manchmal ist es jedoch besser, wenn es jemand ist, der mehr Abstand zu dir hat. Beschreibe ihm genau, was dich daran hindert zu schreiben. Rede dir den Frust von der Seele. Es ist dabei überhaupt nicht wichtig, ob und was dein Gegenüber dir antwortet. Viel entscheidender ist es, dass du in Worte fasst, was gerade passiert. Oft reicht das schon aus, um die Blockade zu lösen, entweder, da deine Situation ihren Schrecken verliert oder, da du dir nun klar darüber bist, wo genau dein Problem liegt. Hast du erst einmal dein Herz ausgeschüttet, läuft es bei deinem nächsten Date mit dem weißen Papier wieder wie von allein.

8. Bau sozialen Druck auf!

Um Schreibblockaden zu lösen, ist es meist hilfreich, den Druck abzubauen, da wir oft zu viel von uns erwarten und deshalb häufig gar nichts mehr geht. Manchmal ist jedoch auch das Gegenteil der Fall. Wenn die Blockade vor allem entsteht, da unser Schweinehund mal wieder mit uns durchgeht und wir lieber im Bett liegen bleiben oder den Fernseher einschalten, statt unseren Hintern an den Schreibtisch zu bewegen, kann ein wenig Druck nicht schaden. Erzähl also deinen Freunden, dass du schreibst. Wenn du richtig fies zu dir selbst sein willst, erzähl sogar, woran du schreibst. Früher oder später werden sie dich garantiert fragen, wie es läuft. Vielleicht würden sie sogar gerne mal irgendwas von dir lesen. Da willst du doch nicht mit leeren Händen dastehen, oder? Also ran ans Papier!

7. Schreibe einen Anfangssatz weiter!

Vielen fällt es besonders schwer, mit einem Text zu beginnen. Legendär ist die Figur Joseph Grand aus Albert Camus‘ Roman Die Pest. Der kleine Stadtangestellte träumt davon, einen Roman zu schreiben. Doch er sucht und sucht nach den perfekten Worten und kommt so einfach nicht über den ersten Satz hinaus. Vielmehr verändert er diesen ständig und ist doch nie ganz zufrieden. Entgehe dieser Falle und nimm dem Beginn die Schwere! Nutze dazu einfach den Anfangssatz eines anderen Textes und schreib daraufhin weiter. So bekommst du einen Impuls von außen. Du bist aus der misslichen Lage befreit, selbst einen möglichst guten Start zu finden, und dazu entsteht so häufig ein überraschender Text, der uns zurück in den Schreibflow versetzt.

6. Schreib einfach so schlecht wie möglich!

Wozu bitte soll das nun gut sein? Du möchtest doch etwas Spannendes, Fesselndes oder Bewegendes schreiben. Vielleicht sogar einen Text mit künstlerischem Anspruch, auf jeden Fall sicherlich keinen Schund. Wieso bitte solltest du dann schlecht schreiben und nicht gut?

Der eigene Anspruch auf gelungene Texte bringt uns häufig in die Lage, überhaupt nicht mehr zu schreiben, aus Angst davor, uns selbst zu enttäuschen. Indem du nun aber versuchst, so schlecht wie möglich zu schreiben, befreist du dich aus deinen eigenen Zwängen. Hauptsache du schreibst, ganz egal wie oder was. Und wer weiß, vielleicht ist am Ende das, was du schreibst, gar nicht so schlecht, selbst wenn du’s versuchst.

5. Bau Zeitdruck auf!

Eine oft noch hilfreichere Methode, als Freunden vom eigenen Schreiben zu erzählen, liegt darin, die Schreibzeit zu beschränken. Manchmal geht die Unfähigkeit, auch nur ein Wort aufs Papier zu bringen, damit einher, dass uns nicht bewusst ist, wie schnell die Zeit vergeht. Wir bilden uns ein, ewig nachdenken zu können, und beruhigen uns mit der Perspektive, morgen sei auch noch ein Tag. Dabei bekommt das erste Wort, das sich einfach nicht schreiben lassen will, immer mehr Gewicht und die Hürde, endlich anzufangen, wird immer größer. So sitzen wir vor dem leeren Blatt, Stunden, Tage und Wochen ziehen ins Land und nichts passiert. Beschränke stattdessen die Zeit, die du zum Schreiben hast, z.B. auf eine Stunde pro Tag. In dieser Stunde musst du schreiben, ganz egal wie schlecht es ist, was du schreibst, sonst hast du heute überhaupt nichts geschrieben. Nimm dir vor, deine Geschichte bis zum Ende der Woche fertig zu stellen oder deinen Roman in den nächsten drei Monaten. Häufig reicht ein wenig Druck aus und wir machen uns bewusst, dass nicht passiert, wenn wir es nicht tun. Und schon sind wir wieder im Schreiben.

4. Schreibe nur für dich allein!

Eine Schreibblockade entsteht häufig, wenn wir Angst haben, Ansprüchen von außen nicht gerecht werden zu können. Es ist wichtig, uns diesen Druck zu nehmen. Wenn wir das Schreiben zu unserer Privatsache erklären, ist es nicht mehr so schlimm, wenn ein Satz nicht gelingt oder alles nur Mist ist, was auf dem Papier landet. Das befreit ungemein! Damit ist nicht gemeint, dass du mit deinen Texten nicht mehr an die Öffentlichkeit gehen darfst. Allein: du musst es nicht! Du schreibst einfach nur für dich und brauchst keine Angst mehr vor dem weißen Blatt Papier zu haben. Und wenn mal etwas dabei ist, das du mit anderen teilen möchtest, kannst du das immer noch tun.

3. Nimm dir eine Auszeit, geh spazieren!

Manchmal hilft es, mehr Druck aufzubauen, um die Ketten zu sprengen, die uns davon abhalten zu schreiben. Meist ist es jedoch viel hilfreicher, Druck abzubauen und ein bisschen locker zu lassen. Ein kleiner Spaziergang ist dazu vorzüglich geeignet. Ohne festen Plan, ohne Ziel ein wenig frische Luft atmen und einfach mal weg sein vom Schreibtisch. Schreibblockaden verursachen Stress und je länger wir uns in ihn hineinsteigern, umso schwieriger wird es überhaupt zu beginnen. Ein Spaziergang zum richtigen Zeitpunkt ist da wie Urlaub im Kleinen.

Die großartige Liedzeile aus Roger Ciceros Song „Die Liste“ Ich laufe durch Berlin und sammle Fantasien bringt einen weiteren Nutzen des Spazierens auf den Punkt: Ein Gang durch die Stadt oder durch die Natur macht den Kopf nicht nur frei, er versorgt ihn auch mit neuen Ideen. So manches Schlendern ohne Ziel hat so schon die Inspiration befördert, oft auf unerwartete Weise. So kehren wir nicht nur erholt sondern auch mit frischen Gedanken zurück zu Stift und Papier.

2. Entwickle eine Routine!

Eine der besten Möglichkeiten, um das Schreiben zu keiner großen, schwer zu bewerkstelligenden Sache zu machen, sondern es leicht zu halten, liegt darin, Routinen zu entwickeln. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und so ernüchternd es für manch einen sein mag, der dem Geniegedanken anhängt: Gutes Schreiben lernt man vor allem durch Übung. Richte dir feste Schreibzeiten ein, an denen du an deinem Arbeitsplatz sitzt. Das kann morgens, mittags, abends oder meinetwegen auch nachts sein, eben so, wie es gerade in dein Leben passt. Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit: Am besten schreibst du jeden Tag. Denn in der Schreibroutine liegt die beste Versicherung gegen Schreibblockaden jeglicher Art. Wenn du täglich dabei bist, reißt der Faden einer Geschichte nicht so leicht ab. Du lernst, besser damit umzugehen, wenn dir einmal nichts mehr einfällt und trotzdem zu schreiben. Und du entwickelst Schreibstrategien, das Schreiben wird für dich zum Automatismus. Letztlich ist es nämlich gar nicht so wichtig, ob es immer gut ist, was du so schreibst. Hauptsache, du schreibst. Da du jeden Tag schreibst, wird schon irgendwann mal etwas Gutes dabei sein. Wenn du lernst so zu denken, gibt es keinen Grund mehr, beim Schreiben zu blockieren.

1. Schreib über deine Schreibblockade!

Das wirklich Gemeine an Schreibblockaden liegt darin, dass sie unsere Aufmerksamkeit beanspruchen und damit häufig zum Selbstläufer werden. Wir sitzen vor dem leeren Blatt Papier und es fällt uns nichts ein. Also denken wir darüber nach, dass uns nichts einfällt. Wir ärgern uns über die Situation und darüber, dass wir darüber nachdenken, dass uns nichts einfällt. Und am Ende sogar darüber, dass wir uns ärgern. Doch je stärker wir versuchen, die Gedanken wegzuschieben, umso lauter dröhnen sie in unserem Kopf: Dir fällt nichts ein! Du kannst nicht schreiben! Du bist ein Versager!

Welche Sprüche auch immer es sind, mit denen sich die Schreibblockade bei dir bemerkbar macht, es gibt eine raffinierte Methode, um aus der Not eine Tugend zu machen. Statt immer verzweifelter gegen die Schreibblockade zu kämpfen und sie so immer größer zu machen, tun wir ihr den Gefallen und lassen sie selbst zu Wort kommen – allerdings mit dem Stift auf Papier. Schreib also auf, was dich davon abhält zu schreiben. Notiere, warum es so schwer ist, auch nur ein Wort aufs Blatt zu bringen. Schmier all deine Wut aufs Papier, rotz die immer gleichen Phrasen deiner Schreibblockade hin, fluche und stöhne – Hauptsache, du schreibst! Du wirst merken, wie du auf einmal wieder in den Schreibflow gelangst. Statt weiter zu verkrampfen und der Blockade immer mehr Macht zu verleihen, schlägst du sie mit ihren eigenen Waffen und bist endlich wieder im Schreiben. Und wer weiß – schon manch ein erfolgreicher Text ist entstanden, in dem es um nichts anderes geht, als um die Herausforderung zu schreiben.

 

Kennst du noch mehr Tipps gegen Schreibblockaden? Dann teile sie mit anderen in den Kommentaren!

6 Kommentare

  1. Leszek Chmielewski

    Die besten Ideen kommen mir unter der Dusche, am Klo oder auf kurzen Spaziergängen. Und wenn ich mit der Schnellbahn fahre, da hole ich mein Laptop heraus und schreibe drauf los. Manchmal lasse ich ein paar Handlungsstränge oder Kapitel für später aus und schreibe an dem Abschluss der Geschichte. Das bringt Ideen für die vorherigen Kapitel. Man erkennt leichter was fehlt, und was zwischendurch zu geschehen hat. Dann ist die Schreibblockade meist vorbei.
    Ein toller Blogartikel!

    • Hey Leszek, yeah: du hast mir gerade eine tolle Idee für einen neuen Artikel geliefert: „die besten Orte für geniale Ideen!“ Du beschreibst sehr schön, wie Orte und Situationen dabei helfen, wieder in den Flow zu kommen…. Schöne Grüße
      Andreas

  2. Pingback: Schriftsteller werden: Diese 8 Zeitkiller musst du vermeiden! - Schreiben-und-Leben

  3. Hallo Andreas,

    Schokolade essen inspiriert mich auch, allerdings trinke ich Tee dazu. Mir kommen beim Sport die besten Ideen, danach setze ich mich an den Computer und schreibe. Ich habe auch festgestellt, dass mir das Schreiben eines Blogartikels leichter fällt, wenn ich zuerst das Bild dazu mache, weil ich mir in diesem Zusammenhang Gedanken mache, die ich beim Schreiben verwerte.

    Viele Grüße
    Claudia

    • Moin Claudia,

      da weist du auf einen wichtigen Aspekt hin: Das Verknüpfen unterschiedlicher Weisen, sich auszudrücken. Ich finde, es kann auch schön helfen, eine Überschrift zu definieren oder in zwei, drei Sätzen zu sagen, worum es in einem Artikel gehen soll. Das kann später auch noch geändert werden, aber der Einstieg wird wahnsinnig erleichtert.

      Schöne Grüße!

      Andreas

  4. Pingback: Psychohygiene für Autoren - 20 Tipps für kreatives Schreiben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *