Eine gute Idee finden: So übernimmt die Tagesschau deinen Job!

Woher eine gute Idee?

gute idee schreibenDu möchtest schreiben, doch du hast keine wirklich gute Idee worüber? Du möchtest dich nicht länger mit Themen herumzuschlagen, die eigentlich nicht dein Ding sind? Setz dich vor die Tagesschau und schreibe endlich über das, was dich wirklich interessiert. Geh dazu diesen Fragen nach:

  • Was geht bei Bilder von Kriegen und Konflikten in dir vor?
  • Wieso schaltest du bei der einen Bundestagsdebatte ab, während dich die andere hellhörig macht?
  • Weshalb fieberst du beim Fußball mit, doch die Formel 1 lässt dich gähnen?

Fernsehen, aber wie?

Nachrichtensendungen bieten eine kompakte Vielfalt unterschiedlicher Themen. Sie eröffnen dir die Chance, dich in überschaubarer Zeit darüber zu informieren, was die Menschen in der Welt gerade bewegt. Dies bedeutet nicht, dass du alles glauben musst, was sie dir erzählen. Das heißt nicht, dass das Fernsehen die ganze Wahrheit vertritt, oder auch nur die halbe. Doch definitiv bekommst du Abend für Abend einen ganzen Blumenstrauß an Anregungen auf dem Silbertablett namens Mattscheibe serviert. Geh den Impulsen nach, die du dabei verspürst. Wie würdest du die Meldungen kommentieren, wenn du in der Sendung Gastkommentator wärst? Welche Gedanken kommen dir, wenn du von Flüchtlingsströmen hörst? Welche Gefühle steigen in dir hoch bei der neuesten Armutsstatistik? Und welche Wünsche, Ängste, moralische Bedenken und Überzeugungen stecken hinter diesen Gedanken?

Was ist dein Thema?

Wenn du die bisher genannten Fragen beantworten kannst, hast du dir eine mächtige Haltung zu Eigen gemacht, die dein Schreiben voranbringt: Du bist immer dafür bereit, deinem nächsten Thema zu begegnen. Deine Inspirationsquelle muss natürlich nicht unbedingt die Tagesschau sein. Das Ganze funktioniert auch wunderbar, wenn du die Zeitung liest, auf Nachrichtenportalen im Netz stöberst oder auch in einer Illustrierten blätterst.

Methode für eine gute Idee in deiner Geschichte

Es müssen auch nicht immer die Schlagzeilen des Tages sein, die etwas in dir auslösen. Manchmal sind es die ganz kleinen Meldungen, die Randnotizen, die dich aufhorchen lassen. Vielleicht interessieren dich nicht die großen sozialen Fragen, sondern die Rosenkriege eines Star-Pärchens oder die Gerüchte um das spanische Königshaus. Auch das ist okay. Entscheidend ist allein, dass du sensibel dafür wirst, welches Thema was in dir auslöst, statt einfach nur stumpf zu konsumieren. Hast du eine Meldung identifiziert, die etwas in dir bewegt, bei der du besonders viele oder heftige Reaktionen in dir spürst? Wunderbar, dann mach sie zum Ausgangspunkt deines Schreibens!

Vom Thema zum Schreiben

Egal, ob Nachrichtensendungen im Fernsehen, Onlineportale oder die gedruckte Zeitung: zu deiner Verfügung steht eine Schatztruhe vollgefüllt mit unendlich vielen Geschichten, die nur darauf warten, von dir erzählt zu werden. Doch wie kommst du nun von deinem Thema zu diesem Erzählen?

Denk dich dazu in die Menschen hinein, von denen in dem Artikel oder in dem Sendungsbeitrag die Rede ist. Was könnte hinter der dramatischen Scheidung einer Hollywood-Ehe stecken, die seit Tagen genüsslich ausgeschlachtet wird? Welche Szene könnte dem skandalösen Auftritt vor der Weltöffentlichkeit vorausgegangen sein? Und welche Umstände bringen einen Mann zu der Mitleid erregenden Tat, mit einem Spielzeuggewehr eine Bank zu überfallen? Oder es zumindest zu versuchen? Was ist seine Lebensgeschichte? Und wie ist es dazu gekommen, dass das 10 Monate alte Kind vom Balkon des dritten Stockwerks fallen konnte und überlebte? Wie haben sich die Eltern gefühlt, als sie den Kleinen von der Sommermarkise pflückten, die ihm das Leben gerettet hat? Glücklich oder schuldig oder beides?

Finde Fragen, die zu deiner Meldung passen. Schreibe sie auf ein Blatt Papier. Und dann fang damit an, sie zu beantworten und zwar möglichst ausführlich und schon hast du deine gute Idee. Es gibt hier kein richtig oder falsch, alles ist erlaubt, du darfst auch auf Abwege kommen und musst nicht beim Ausgangspunkt bleiben.

Die Macht des Fabulierens

Versteh mich nicht falsch: Es geht nicht darum, dass du das recherchierst. Es geht darum, dass du fabulierst. Mach die Nachrichten, Meldungen, Debatten, die etwas in dir auslösen, zu deinem Thema und erfinde deine Geschichte dazu. Es ist ganz gleichgültig, wie viel das am Ende noch mit der „Wahrheit“ zu tun hat. Es geht hier um deine Wahrheit, dein Fund im Fernsehen oder in der Zeitung ist nur der Katalysator, letztlich zählt die gute Idee!

So machst du den achtsamen Konsum zum Schlüssel deiner Geschichten. Um dich herum schwirren andauernd mediale Angebote voll spannender Themen für deine Geschichten. Du musst nur ein wenig zuhören und zugreifen, sobald es in dir rumort. Am Ende ist es vielleicht das Boulevard-Magazin beim Friseur oder beim Arzt, das dich auf eine Idee bringt für eine Erzählung oder einen Roman. Vielleicht ist es die Meldung auf der dritten Seite der Tageszeitung, in der der Keim einer bezaubernden Kurzgeschichte steckt. Also Augen auf und viel Spaß beim Finden!

Welche Meldung könnte der Ausgangspunkt für eine gute Geschichte sein? Poste deinen Fund jetzt in den Kommentaren!

Ein Kommentar

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