Über dein Schreiben reden!? (Podcast Episode 60)

Die Frage scheint einfach: „Über dein Schreiben reden – ja oder nein?“ Doch, wie so oft, gibt es keine ganz einfache Antwort. Es kommt nämlich darauf an …

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Shownotes

Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt

Honoré de Balzac

Wozu diese Frage?

Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt. Was ist mit diesem Spruch gemeint? Für mich steckt hier die Macht des Redens drin.
Dieser Spruch verdeutlicht wie unglaublich mächtig Worte sind und wie unglaublich wichtig es ist, was du zu dir selbst sagst, was du über dich selbst sagst und wie du über Dinge denkst. Denn wie du über Dinge denkst, kommt im Reden zum Ausdruck.

Macht an sich ist weder gut noch schlecht. Das heißt: Es kann mächtig sein im positiven als auch im negativen Sinn das Reden, das viele Reden.

Mal ganz konkret: Stell dir vor, du sagst dir die ganze Zeit „Ich bin der geborene Schriftsteller“ und erzählst das auch anderen Leuten. Dass du der geborene Schriftsteller bist – dann kann es passieren und es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass das passiert, dass du irgendwann auch davon überzeugt bist, dass du gut schreiben kannst oder dass in dir ein Schriftsteller steckt. Und wenn es einmal soweit ist, dass du davon überzeugt bist, dann ist es auch sehr wahrscheinlich, dass du tatsächlich schreibst – denn das ist ja total motivierend.

Du bist davon überzeugt, dass du das gut kannst du glaubst an dich. Und so kann es sein, dass du dadurch eine sogenannte sich selbst erfüllende Prophezeiung erreichst. Das heißt: du sagst dir ich bin gut deswegen glaubst du es irgendwann. Weil du daran glaubst, schreibst du ganz ganz viel und wirst dadurch tatsächlich gut. Das ist jetzt sehr einfach und heruntergebrochen. Aber wenn wir das Gegenteil anschauen, wenn wir uns einmal vorstellen, Du nutzt die Macht der Worte die Macht des vielen Redens auf negative Weise, dann wird deutlich, wie wichtig es ist, sich diese Macht bewusst zu machen. Du sagst in diesem Fall:

„Ich kann einfach nicht schreiben.“
„Ich bin einfach nicht fürs Schreiben gemacht.“

(…)

Die wichtigste Erkenntnis:

Es gibt keine Verpflichtung da die eine Antwort zu finden und es dann so durchzuziehen. Es gibt auch keine Verpflichtung, das du jemandem etwas über dein Schreiben erzählen musst oder eine Verpflichtung, dass du das nicht erzählen darfst. Es ist wichtig, dass du deinen eigenen Weg findest, was du wann wie auf welche Weise mit anderen Menschen teilst und vor allem mit welchen Menschen.

Das heißt also, beantworte für dich diese Fragen und finde deinen eigenen Weg:

  • Mit wem sprichst du über dein Schreiben?
  • In welcher Phase sprichst du über dein Schreiben?
  • Wozu sprichst du über dein Schreiben?
  • Wie und auf welche Weise sprichst du über dein Schreiben?
  • Welcher Schreib- und Lerntyp bist du?
  • In welcher Situation sprichst du über dein Schreiben?

Wie entscheidest du dich?

Ich fände es schade wenn du auf die Vorteile verzichtet die damit einhergehen über dein Schreiben zu sprechen und ich fände es auch schade wenn du unreflektiert jeden unreflektiert mit jedem über dein Schreiben sprichst und am Ende total demotiviert bist. Das heißt: überlege dir für dich, wie wann wozu und mit wem redest du über dein Schreiben so dass es dir damit gut geht und du Motivation bekommst und mit deinem Schreiben vorankommt.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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