3 Merksätze für Nachwuchsautoren

Was musst du wirklich wissen, um als Nachwuchsautor erfolgreich zu sein?

Es gibt so viele Tipps da draußen. Wenn wir sie alle lesen müssten, kämen wir überhaupt nicht mehr zum Schreiben. Deshalb ist es so wichtig, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich hilft.

Entwickle eine hilfreiche Haltung für deinen Schreiberfolg und verinnerliche sie. So gehst du effektiv mit deinem Schreiben voran anstatt im Meer guter Ratschläge unterzugehen. Die folgenden drei Merksätze sind alles, was du dafür brauchst. Sie liegen dem Schreibratgeber Coole Texte schreiben & veröffentlichen von Sylvia Englerts zu Grunde. In diesem zeigt sich, wie sich die grundlegenden Tipps für das kreative Schreiben aus einfachen Prinzipien ableiten lassen.

P1: Das Schreiben ist immer im Fluss!

Fast alle, die schreiben, fragen sich manchmal: Kann ich überhaupt schreiben? Ist es gut, was ich da mache? Habe ich Talent?

Gerade, wenn du am Anfang stehst, können diese Zweifel deine Entwicklung hemmen. Du sehnst dich als Nachwuchsautor nach Gewissheit, nach Sicherheit, die dir Halt gibt. Doch diese Sicherheit wird es nie geben. Wer sollte denn auch die Macht dazu haben, dir den Schreibsegen zu erteilen? Wer kann dir garantieren, ein richtig guter Autor zu sein?

Selbst berühmte Autoren zweifeln in manchen Momenten an sich selbst. Ja, bei manchen Autoren wurde das Zweifeln am eigenen Schreiben geradezu zur Triebfeder ihres Schaffens – vergleiche Kafka.

Gewöhne dich lieber daran, unvollkommen zu sein.

Dein Schreiben ist immer im Fluss.

Eine Frage der Zeit

Was auch immer du tust in deinem Leben, es kann dazu beitragen, dass du dich und dein Schreiben entwickelst. Mit jeder Erfahrung und mit jedem Text wirst du als Autor komplexer. Und jede Minute deines Lebens bietet dir die Chance, deine künstlerische Ausdruckskraft weiterzuentwickeln. Lass dich auf das Abenteuer des Unvollkommenen ein, statt der Utopie nachzuhängen, ein großartiger Schreiber sein zu wollen.

Sylvia Englert vereutlicht auf wunderbar übersichtliche Weise, welche Möglichkeiten sich aus dieser Haltung ergeben. Indem du die Wandelbarkeit deines Schreibens lebst, kannst du dich ausprobieren. Dafür gibt es z.B. so viele unterschiedliche Genres und jedes hat seine Eigenheiten. Versuche dich in dem ein oder anderen, nur so findest du heraus, welches dir liegt.

Gerade am Anfang ist es wichtig, die unterschiedliche Schreibweisen kennenzulernen und auszuprobieren. Nutze dabei auch Vorbilder, um dich inspirieren zu lassen und besser erzählen zu lernen.

Begreife das Schreiben von der Ideenfindung bis zur Überarbeitung deiner Texte als Fluss. Solange du in Bewegung bleibst und offen bist für Neues, machst du das Beste aus deinen Texten.

P2: Es gibt viele Möglichkeiten erfolgreich zu schreiben!

Wenn du erfolgreich schreiben willst, musst du dazu bereit sein zu scheitern. Undzwar immer wieder.

Wie bitte?

Ja, du hast richtig gelesen. Scheitern gehört beim Schreiben zum Alltag und kommt in vielerlei Gestalt daher. Vielleicht bist du mit einem Text nicht zufrieden, vielleicht will ein wichtiger Dialog nicht gelingen oder dir läuft die Handlung beim Geschichten schreiben aus den Fugen. All dies sind nicht nur Momente des Scheiterns, sondern auch Chancen, nach neuen Möglichkeiten zu forschen. So wird das vermeintliche Scheitern zum Anlass, dich weiterzuentwickeln.

Gesteh es dir ein, wenn etwas nicht so funktioniert, wie du hoffst. So bleibst du offen für neue Möglichkeiten und gehst aus dem Schlamassel als Gewinner hervor.

So viele Möglichkeiten für Nachwuchsautoren

Englert beschreibt auf übersichtliche Weise all die Richtungen, in die sich Nachwuchsautoren entwickeln können. Es gibt eben nicht nur den einen Schreibberuf, sondern derer viele. Das Buch bietet so einen klaren Einblick in das Schaffen unterschiedlicher Schreibprofis vom Romanautor bis zum Journalisten. Denn wenn du gerne schreibst, muss das Traumziel nicht immer gleich Bestsellerautor oder Literaturnobelpreisträger lauten.

Das Schreiben kann auch zu deinem Beruf werden, wenn du nicht allein von deinen Texten leben kannst. Für viele ist die Kombination mit weiteren Tätigkeiten, die nah am Schreiben sind, eine gute Option. Es gibt eben ganz unterschiedliche Wege für Nachwuchsautoren. Deine Aufgabe ist es herauszufinden, welcher für dich der richtige ist.

Erlaube dir also zu scheitern und entwickle dich weiter. So eröffnest du dir neue Möglichkeiten und findest deine ganz eigene Art das Schreiben zum Beruf zu machen, wenn du das willst.

P3: Schreibregeln dienen uns und nicht wir ihnen!

Unter Nachwuchsautoren gibt es zwei Fraktionen: Die eine meint, man müsse alles richtig machen, alle Schreibregeln beachten, um am Ende ein fantastisches Buch zu produzieren. Die andere schwört auf die Kunst und darauf, sich von jeglichen Vorschriften zu befreien.

Doch keine von beiden hat recht bei diesem Konflikt. Und bei näherer Betrachtung gibt es nicht einmal einen Konflikt.

Selbstverständlich gibt es wichtige Schreibtipps, die auf Regeln basieren. Wendest du sie gekonnt an, bringst du deine Text voran. Zugleich ist jedoch jede Regel dehnbar und muss in manchen Texten sogar gebrochen werden. Wie jemand schreibt und wie sich das Schreiben entwickelt ist nun einmal höchst individuell.

Wer ist hier der Chef?

Um Regeln für sich arbeiten zu lassen, sollte man sich nicht von ihnen beherrschen lassen. Es gibt Muster für alle Aspekte des Schreibens, an denen du dich orientieren kannst. Du solltest dabei jedoch das Prinzip hinter einer Regel verstehen. So wird sie zur Hilfe für deine Texte und hört auf, eine Art dogmatischer Diktator zu sein.

In Coole Texte sind die entscheidenden Regeln zusammengefasst, die du als Nachwuchsautor kennen solltest. Seien es die Eigenschaften eines guten Stils, die mächtigen Erzählmuster unterschiedlicher Genres oder die formalen Vorgaben beim Erstellen eines Roman-Exposés – mit diesem Hintergrundwissen nutzt du wichtige Schreibregeln für deine ganz persönliche Entwicklung.

Haltung bewahren für Nachwuchsautoren!

In gewissem Sinn stehen wir beim Schreiben immer am Anfang. Mit jedem Buchprojekt, mit jeder Seite, mit jedem Satz beginnt etwas Neues, von dem wir meist noch nicht genau wissen, wohin es uns führt. Schreiben gleicht dabei einer Reise, die uns voran bringt, die jedoch nie an ein endgültiges Ende gelangt. Die drei Merksätze erlauben es dir, auf positive Weise auf diese Reise zu gehen. So wird dein Schreiben zum Abenteuer, jede Unperfektion zur Chance und der Horizont weit. Englerts Schreibratgeber ist dabei ein guter Begleiter.

 

Coole Texte schreiben & veröffentlichen ist im Autorenhaus Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro.

 

 

 

 

Und welche Haltung ist für dich beim Schreiben entscheidend?

Was findest du besonders wichtig für Nachwuchsautoren?

5 Kommentare, sei der nächste!

  1. Schreibregeln dienen uns, nicht wir Ihnen – ein schönes Bonmot! Ich füge hinzu: Regeln für guten Schreibstil sind ein Gerüst, das jeder Autor selbst füllen muss oder besser: kann :-). Sie sind eine Hilfe, den eigenenSchreibstil zu finden und zu formen, auch dadurch, dass wir die eine oder andere Schreibregel nicht annehmen, weil sie nicht zu unserer Persönlichkeit passt.
    Ganz wichtig finde ich Ihre Bermerkung: das Prinzip hinter einer Regel verstehen, damit sie nicht dogmatisch bleibt. Genau! Das „warum“ versuche ich stets bei meiner Arbeit als Schreibcoach zu vermitteln. So können Regeln elastischer werden, der Autor kann sie für seinen Schreibstil anpassen.

    Viele Grüße, weiterhin viel Erfolg
    Gabriele

  2. Das sind gute Tipps, danke dir.

    Ich habe bisher erst einen Schreib-Ratgeber gelesen und das obwohl ich schon seit über zehn Jahren schreibe.
    Hauptsächlich deswegen, weil ich mir selbst treu bleiben will. Doch ich gebe zu, dass mich die Techniken in letzter Zeit immer mehr interessieren.

    Das Buch war übrigens Dorothea Brandes „Schriftsteller werden“ und ich fand es wirklich gut. Vor allem ihre Schreibübung, die sie dort vorschlägt:

    Einfach jeden Morgen gleich nach dem Aufwachen Block und Bleistift zur Hand nehmen und drauf losschreiben, ohne nachzudenken, ohne das kritische Bewusstsein einzuschalten. 15 Minuten lang. Und das täglich wiederholen. Die Texte aber nicht durchlesen. Erst nach ein, zwei Monaten darf das Geschriebene angesehen und bewertet werden.

    Ich hab das ausprobiert und war echt begeistert von dieser Übung.

    Freue mich auf weitere gute Artikel von dir!

    1. Das klingt nach einer super Übung, was du beschreibst! Ich habe auch schon über Wochen hinweg an einem Manuskript geschrieben, ohne das Geschriebene nochmal anzuschauen. Kann für Kreativphasen in der Tat sehr hilfreich sein – sollte jeder unbedingt einmal ausprobieren!

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