Achtsamkeit: Dein Schlüssel zur Inspiration

Kennst du das? Je stärker du nach einem Thema suchst, umso weniger fällt dir ein. Du grübelst und wägst Ideen gegeneinander ab, doch nichts scheint gut genug zu sein. Und wieso denn genau über dieses schreiben, wenn auch jenes möglich wäre…? Außerdem scheint doch alle schon gesagt, was gesagt werden kann. Wie soll man nur sein eigenes Thema finden, wenn es alles schon gibt? Nutze Methoden der Achtsamkeit und es wird dir gelingen!

 

Ein neuer Blick

Manchmal ist die Suche nach dem Thema selbst das Problem. Oder genauer gesagt: Die Art und Weise, auf die man man sucht. Könnte es sein, dass dir dein Thema umso leichter entwischt, je gieriger du es zu packen versuchst? Hast du schon einmal probiert, es anders zu machen? Die Sache aus einer neuen Perspektive zu sehen? Lehne dich doch einfach zurück und lass dich von deinem Thema finden. Klingt gut? Doch wie soll das gehen?

 

Betrachte dich selbst…

Es läuft so vieles in unserem Inneren ab. Ein Gedanke jagt den anderen, selten sind wir allein im hier und jetzt. Jede Situation, die wir erleben, löst Erinnerungen aus. Ein Gefühl versetzt uns zurück in eine alte Beziehung, ein Geruch an einen Ort unserer Kindheit, ein intensiver Farbton in den Sommerurlaub im letzten Jahr. Häufig denken wir auch an die Zukunft. Daran, wie alles sein könnte, wenn dieser oder jener Wunsch in Erfüllung geht. Ohne es aktiv zu wollen, spielt sich so in uns ein andauerndes Feuerwerk ab aus Träumen, Gefühlen, Bildern, Gedanken. Versuch einmal hinzuhören und zuzusehen, als säßest du im Kino. Es ist nicht notwendig, dass du dafür nichts tust. Schau oder höre einfach hin und wieder hin, während du deinen alltäglichen Beschäftigungen nachgehst. Gewöhne dich daran, wahrzunehmen, was in deinem Inneren passiert. Du musst es weder gut noch schlecht finden, was du da wahrnimmst. Aber übe dich immer wieder darin, einfach wahrzunehmen.

 

…und du wirst gefunden

In den Tagträumen, die uns ständig begleiten, kommen verborgene Wünsche und Ziele zum Ausdruck sowie Befürchtungen und Ängste. Es ist also überhaupt nicht so, dass wir nicht wissen, was uns wirklich interessiert. Es geht weniger darum, das eigene Thema inmitten vieler möglicher Themen aufzuspüren, denn meistens ist es schon da. Wir haben vielmehr oft nur verlernt, genau hinzusehen oder hinzuhören, um es zu bemerken. Das ist kein Wunder, denn häufig sind es ganz unscheinbare, kleine Momente, in denen es auf sich aufmerksam macht. So siehst du dich vielleicht in deinem Inneren, während du auf dem täglichen Weg zur Arbeit in den Bus steigst, in den Flughafenbus auf dem Rollfeld steigen. Und schon bist du wieder auf dieser einen großen Reise, die dich geprägt hat. Oder du hörst plötzlich, während ein Freund davon erzählt, wie schwierig sich die Beziehung mit seiner Freundin gestaltet, einen ganz bestimmten Popsong in Schleife in deinem Kopf: Don’t worry be happy oder No Woman no cry. Und schon bist du wieder 16 und denkst an die erste Liebe. Oder an die Kunst für eine Sache zu kämpfen. Oder daran wie loslassen funktioniert.

Worum es auch geht: dein Thema findet dich. Sei einfach nur achtsam und höre deinem Inneren zu. So kannst du gar nicht verhindern, dass du darauf gestoßen wirst, was dich berührt und was dich wirklich interessiert. Und über das, was da abläuft in deinem Kopf, lohnt es sich zu schreiben. Dann ist es übrigens völlig egal, wie oft dein Thema schon Thema war. Auf deine ganz besondere eigene Weise war es das noch nie.

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