Romane schreiben – kann man das lernen? – mit Jurenka Jurk (Podcast Episode 15)

Einen eigenen Roman schreiben ist der Traum vieler Menschen. Doch den wenigsten gelingt es. Woran liegt das? Kann man es überhaupt lernen, Romane zu schreiben? Und falls ja, wie?

Im Gespräch mit der Romanautorin und Schreibtrainerin Jurenka Jurk räumen wir mit vielen Missverständnissen rund ums Romanschreiben auf und zeigen dir, wie es gelingt, Romanautor zu werden.

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Shownotes

Den Blog und die Schreibangebote von Jurenka Jurk findest du unter www.schreibfluss.com

Erfahrung und Fiktion

„Man muss nicht in einer Bratpfanne gelegen haben, um über ein Schitzel schreiben zu können.“ (Maxim Gorki)

Das Romaneschreiben ist mit vielen hinderlichen Glaubenssätzen besetzt. Dieses Zitat räumt damit wunderbar auf. Es ist nicht nötig, alles selbst zu erleben, um darüber schreiben zu können.

Erfahrung ist selbstverständlich hilfreich, jedoch nicht auf solch simple Weise, dass wir morden müssen, um einen Krimi schreiben zu können.

Kann man das Romaneschreiben eigentlich lernen?

  • Der Unterschied zwischen veröffentlichten Autoren und solchen, die nur einen Roman schreiben wollen: Die einen tun es, die anderen nicht.
  • Den Zweifeln, ob man überhaupt schreiben kann, produktiv begegnen: Auseinandersetzung mit dem Handwerkszeug.
  • Beim ersten Schreiben muss das Geschriebene noch lang nicht gut sein. Diese Erwartungshaltung hält viele vom Schreiben ab.

Schreiben als Selbstausdruck oder als Handwerk?

  • Unterschiedliche Phasen des Lernens: mit der Übung entsteht auch das Gefühl, etwas wirklich Eigenes zu schaffen.
  • Der Ausdruck vom Eigenen ist immer da, auch wenn wir uns Handwerkszeug aneignen.
  • Handwerkszeug erlernen, um Leser zu erreichen.

Wichtig für den Prozess des Romanschreibens

  • Geduld als wichtiger Faktor: der Weg vom freien Schreiben hin zum Erlernen von Techniken geht nicht von heute auf morgen.
  • Mit den Kentnissen kommt auch wieder die Lockerheit.
  • Je nachdem, was der Einzelne mitbringt, schreitet der Lernprozess schneller oder langsamer voran. Zentral für die eigene Entwicklung ist jedoch die Motivation sowie die Lebenssituation. Einen ersten Roman schreiben und zugleich das Handwerkszeug lernen: der zu ertwartende Zeitaufwand dafür beträgt mindestens ein Jahr.

Wie gehen also Schreiben und Leben zusammen?

  • Dinge weglassen, die einen vom Schreiben abhalten und ablenken.
  • Realistische Einschätzung des eigenen Fortschritts.
  • Klärung der Motivation: Wozu möchte ich eigentlich schreiben? Ehrlichkeit ist hier absolut zentral! Egal ob es der Wunsch nach Geld ist, der Traum, das eigene Buch in der Buchhandlung zu sehen, oder die Lust am Schreibprozess.

Worauf lässt man sich ein, wenn man einen ersten Roman schreiben möchte?

  • Der Aufwand beim Romanschreiben ist höchst individuell
  • Das Romanschreiben besteht aus vielerleich einzelnen Aspekten, die Talente liegen bei jedem anderswo.
  • Fortschritte beim Schreiben und beim Erlernen des Handwerkszeugs geben wieder Motivation.
  • Phasen des Durchhängens und der Frustration lassen sich nicht vermeiden und gehören dazu.
  • Treffender Vergleich: Schreiben und Profisport.

Die Entwicklung eines eigenen Schreibstils

  • Der eigene Stil als etwas, das in jedem steckt. Die Frage ist nur, ob er schon „rauskommt“.
  • Handwerkszeug als Möglichkeit leserfreundlich zu schreiben.
  • Gute Übung: Das Kopieren fremder Stile. Vorsicht: dies nicht zu aktiv forcieren sondern auf das intuitive Einbringen des eigenen Stils vertrauen.
  • Wichtig: Das Zusammenspiel aus aktivem Lernen und Vertrauen auf den eigenen Stil.

Fazit: Romane schreiben kann jeder

Das entscheidende ist es, den Mut aufzubringen und den ersten Schritt zu gehen. Die Motivation ist also das wichtigste, um die eigene Angst zu überwinden und sich nicht dem inneren Schweinehund auszuliefern.

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